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China geht erstmals gegen Bodenverseuchung vor

Die chinesische Regierung nimmt den Kampf gegen die zunehmende Verseuchung von Ackerland durch Schwermetalle und andere Formen der Umweltverschmutzung auf. Das Finanzministerium werde in drei Städten der Provinz Hunan Pilotprogramme zur Entgiftung und zum Schutz des Bodens fördern, berichteten am Freitag staatliche Medien.


Statt Lebensmittel wie Reis sollen Baumwolle und andere Pflanzen angebaut werden, die nicht in die Nahrungskette gelangen. Zudem soll die Konzentration von Giftstoffen überwacht und der weitere Übertritt von belastendem Material auf die Felder verhindert werden. Aus Hunan stammte der mit Kadmium verseuchte Reis, der im vergangenen Jahr in Guangzhou verkauft wurde.

In China sind etwa 33.300 Quadratkilometer Ackerland so stark belastet, dass darauf keine Lebensmittel mehr angebaut werden können. Im gegenwärtigen Fünfjahresplan sind 4,8 Milliarden Dollar (3,46 Mrd. Euro) für den Schutz der Böden vorgemerkt. Experten wollen die Summe in etwa verfünffachen.

Das rasante Wirtschaftswachstum in China hat die Umwelt stark belastet. Zudem sind Tausende Bauernhöfe neben Chemiefabriken und Bergwerken angesiedelt. Neue Wohnungen entstehen oft auf ehemaligen Mülldeponien, was die Sorge vor verseuchtem Grundwasser erhöht.

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