Chaos bei Entschädigung rumänischer Roma

Bei der Entschädigung von rumänischen Roma für Nazi-Zwangsarbeit herrscht Chaos. Wegen Namensgleichheit, würden mehrere Personen Anspruch auf Entschädigung erheben

Die Schecks enthalten keine weitere Angaben zur Person. In mehreren Dörfern in Ostrumänien soll es zu Prügeleien gekommen sein.

Rund 80 Schecks seien gesperrt worden, bis die Identität der Entschädigungs-Berechtigten geklärt ist. Insgesamt 8.000 Rumänen haben als Holocaust-Opfer an Deutschland einen Antrag auf Entschädigung gestellt. 5.900 davon sind Angehörige der Roma-Minderheit. Die Holocaust-Opfer bekommen jeweils 7.600 Euro. Der Durchschnittslohn in Rumänien liegt bei 130 Euro im Monat.

Die Entschädigungen werden über die Internationale Organisation für Migration (IOM) ausbezahlt, die ihrerseits die einheimische Firma AB Research Data für die Abwicklung in Rumänien beauftragt hat. Das Regime von Marschall Ion Antonescu hat im ersten Halbjahr 1942 nach Angaben von rumänischen Historikern mindestens 25 000 Roma aus Süd- und Ostrumänien zur Zwangsarbeit deportiert. Rund Zehntausend Roma hätten überlebt und seien nach Rumänien zurückgekehrt.

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