Champions League: Austria Wien am Dienstag gegen Zenit St. Petersburg

Champions League-Spiel gegen Zenit St. Petersburg. Austria Wien hob am Montag in Richtung Russland ab.
Champions League-Spiel gegen Zenit St. Petersburg. Austria Wien hob am Montag in Richtung Russland ab. ©APA
Am Montag hob die Wiener Austria in Richtung Russland ab, wo am Dienstag um 18.00 Uhr das zweite Match in der Champions League-Gruppenphase stattfindet. Trotz der jüngsten Blamagen im Cup und in der Bundesliga sowie der weiter angespannten personellen Situation glaubt Trainer Nenad Bjelica, dass sich seine Truppe ähnlich stark wie beim Auftakt gegen den FC Porto (0:1) präsentieren wird.

“Wir werden wieder aufstehen, wir werden wieder zurückkommen”, versprach Bjelica trotz der aktuellen Durststrecke mit nur einem Sieg in den jüngsten sieben Pflichtspielen. Der Kroate geht davon aus, dass die Austria in St. Petersburg wieder ihr “Champions-League-Gesicht” zeigen wird. Mit diesem hatte die Austria im Play-off überraschend Dinamo Zagreb ausgeschaltet und sich auch gegen Porto ausgezeichnet verkauft.

In der Champions League an Limit gehen

“Derzeit schafft es die Mannschaft nur in der Champions League, ans Limit zu gehen. In der Meisterschaft leider nicht, deshalb sind wir dort auch nur Durchschnitt”, meinte der Chefcoach des aktuellen Fünften der österreichischen Bundesliga. Dieses Problem hat Zenit nicht, das Starensemble führt die Tabelle der russischen Premier League an. Über die Qualitäten von Zenit weiß Bjelica natürlich bestens bescheid: “Zenit ist eine sehr starke Mannschaft mit einem breiten Kader und herausragenden Individualisten. Und Zenit ist zudem hervorragend in Form.”

Die taktischen Vorgaben für den krassen Außenseiter, der um Österreichs ersten Punkt in der Champions League seit 20. Februar 2001 kämpft, liegen auf der Hand: “Wir müssen mit viel Laufbereitschaft die Räume eng machen und versuchen, mit Kontern zu überraschen.” Spielerisch werden die Gäste mit ihren namhaften Gegnern wie Hulk, Axel Witsel, Danny, Alexander Kerschakow oder Andrej Arschawin wohl kaum mithalten können. Nicht zuletzt deshalb, weil die verletzten Austria-Mannschaftsstützen Alexander Gorgon, Alexander Grünwald, Kaja Rogulj und Marko Stankovic in St. Petersburg fehlen.

Ausfälle bei Austria Wien in der CL

Der angeschlagene Emir Dilaver (Muskelprellung) kann im 21.500 Zuschauer fassenden Petrowski-Stadion ebenfalls nicht mitwirken. Dafür kehrt Daniel Royer nach überstandener Muskelverhärtung in den Kader zurück. Über die Bedeutung der Ausfälle meinte Bjelica: “Diese Ausfälle tun uns so weh, wie wenn beim FC Barcelona Messi, Neymar, Pedro und Xavi fehlen.” Die Partie in der russischen Fünf-Millionen-Einwohner-Metropole, in der es am Dienstagabend nicht mehr als 5 Grad Celsius haben wird, ist für die Violetten bereits die 17. in 66 Tagen.

Angesichts dieser Dauerbelastung ortet Bjelica aber weniger körperliche, sondern vor allem mentale Verschleißerscheinungen. “Wir sind körperlich topfit, wir haben aber ein mentales Problem”, stellte der 42-Jährige klar. “Einige Spieler haben die Erfolge nicht verkraftet”, ortete Bjelica bei einigen Kickern nach dem Meistertitel und dem Einzug in die Champions League Symptome der Sättigung.

(APA/Red)

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