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Cevdet Cander im Betrugsprozess nach Milliarden-Pleite freigesprochen

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. ©APA/HANS PUNZ
Der ehemalige Chef der Level-One-Gruppe Cevdet Caner wurde am heutigen Dienstag im Betrugsprozess nach einer Milliarden-Pleite freigesprochen.

Rund zwölf Jahre nach einer der größten Immobilienpleiten Deutschlands und nach einem fast zweijährigen Prozess ist der ehemalige Chef der Level-One-Gruppe, der Linzer Cevdet Caner (47), am Wiener Landesgericht für Strafsachen vom Vorwurf der Gründung einer kriminellen Vereinigung, des gewerbsmäßigen schweren Betrugs, der betrügerischen Krida sowie der Geldwäscherei freigesprochen worden.

Auch die Mitangeklagten wurden freigesprochen

Auch die fünf Mitangeklagten seien vom Gericht unter dem Vorsitz von Richter Michael Tolstiuk von allen Vorwürfen freigesprochen worden, teilte Caners Anwalt Ben Irle am Freitag mit. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig, die Staatsanwaltschaft wolle Nichtigkeitsbeschwerde einlegen, sagte Irle zur APA.

Die Anklage hatte Caner vorgeworfen, bei seiner Investitionstätigkeit rund um den Kauf von Immobilien in Ostdeutschland Banken und Anleihengläubiger um insgesamt 145,2 Mio. Euro geschädigt zu haben.

Caner wies sämtliche Vorwürfe zurück

Caner wies sämtliche gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück und führte die Pleite seiner Level-One-Gruppe auf eine feindliche Übernahme durch ein Konsortium aus Banken und Hedgefonds im Zuge der weltweiten Finanzkrise zurück. Das Konsortium habe die Level One Group kurz vor deren geplantem Börsengang im Jahr 2008 übernommen und dann vorsätzlich in die Insolvenz geführt, verteidigte sich Caner.

Während die Staatsanwaltschaft Berlin ihre Ermittlungsverfahren bereits in den Jahren 2008 und 2012 eingestellt hatte, erhob die Staatsanwaltschaft Wien nach achtjährigen Ermittlungen im Jahr 2018 Anklage gegen Caner und fünf weitere Personen. Nun erfolgte nach 55 Prozesstagen und der Einvernahme von 51 Zeugen der Freispruch.

(APA/Red)

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