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Causa Casinos: Löger belastet Strache und Graf

Hartwig Löger soll das Gespräch eingefädelt haben.
Hartwig Löger soll das Gespräch eingefädelt haben. ©APA/HANS KLAUS TECHT
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Novomatic-Alleinaktionär Johann Graf sollen Anfang 2019 in einem Vier-Augen-Gespräch über einen möglichen Politpostenschacher gesprochen haben.

Die Causa Casinos rund um einen FPÖ-Politpostenschacher ist um ein Detail reicher: Der frühere Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) soll gegenüber der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ein Treffen zwischen dem damaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Novomatic-Alleinaktionär Johann Graf erwähnt haben, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe.

Vier-Augen-Gespräch mit Novomatic-Alleinaktionär Graf

Löger wurde von der WKStA Mitte Dezember 2019 als Beschuldigter einvernommen und zu einem Vier-Augen-Gespräch mit Graf Ende Jänner 2019 befragt. Löger und Graf hätten dabei auch über die Bewerbung des langjährigen FPÖ-Bezirksrats Peter Sidlo als Vorstand der Casinos Austria AG (Casag) gesprochen, schreibt das "profil". Löger habe wissen wollen, ob Sidlo lediglich ein Vorschlag des damaligen Novomatic-CEOs Harald Neumann oder ein offizieller Novomatic-Vorschlag sei. Graf habe zuvor "ein Gespräch mit Strache geführt" und der damalige FPÖ-Chef habe Sidlo "eine positive Kommentierung gegeben", zitiert "profil" aus dem Löger-Einvernahmeprotokoll. Casinolizenzen seien beim Gespräch mit Graf kein Thema gewesen.

Die staatliche Beteiligungsholding ÖBAG ist mit 33 Prozent zweitgrößter Aktionär der Casinos Austria. Ermittelt wird in der Causa Casinos unter anderem gegen Novomatic-Gründer Graf, Ex-Novomatic-Chef Harald Neumann, Ex-Vizekanzler und Ex-FPÖ-Chef Strache, Ex-Finanzminister Löger, Ex-Vizekanzler und Casinos-Aufsichtsrat Josef Pröll (ÖVP), Casinos-Aufsichtsratschef Walter Rothensteiner und ÖBAG-Chef Thomas Schmid. Für sie alle gilt die Unschuldsvermutung. Sämtliche Vorwürfe wurden bisher bestritten.

(APA/red)

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