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Catherine Deneuve beehrt den Life Ball

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Die französische Filmdiva wird am 20. Mai den „Life Ball Crystal of Hope“ überreichen: Der von Swarovski gestiftete und mit 100.000 Euro dotierte Award geht an einen Vertreter von Ärzte ohne Grenzen.

Das Preisgeld kommt dem „SAMBA“-Projekt zur Früherkennung von HIV bei Babys zugute. Nur wenige Persönlichkeiten verdienen die Bezeichnung Legende zu Recht. Catherine Deneuve ist zweifellos eine von ihnen. Ihre seit mehr als 40 Jahren anhaltende künstlerische Karriere an der Spitze des intellektuellen europäischen Kinos und ihre elegante Haltung machten sie quer durch alle gesellschaftlichen Schichten zum Vorbild.

1943 in Paris geboren, trat sie früh in die Fußstapfen ihrer Schauspieler-Eltern und gab bereits Mitte der 50er-Jahre ihr Filmdebüt. Der große Durchbruch gelang ihr mit nur 21 Jahren im Liebesmelodram „Die Regenschirme von Cherbourg“, ehe sie 1965 in Roman Polanskis schockierendem Psychothriller „Ekel“ als schizoide Mörderin brillierte. Es folgten Meisterwerke der Filmgeschichte wie Luis Bunuels „Belle de jour“, „Die letzte Metro“ von Francois Truffaut, der vielfach preisgekrönte Streifen „Indochine“, für den Catherine Deneuve eine Oscar-Nominierung erhielt, Leos Carax’ „Pola X“, Lars von Triers „Dancer in the Dark“ oder das Krimi-Musical „8 Frauen“ des jungen Regiewunders Francois Ozon – um nur einige wenige zu nennen.

1989 wurde sie in die Liste der „100 bedeutendsten Filmstars aller Zeiten“ aufgenommen – darüber hinaus machte sich Catherine Deneuve auch als Archetyp des französischen Nationalidols Marianne, als die sie auf Münzen und Briefmarken zu sehen war, sowie als Modemuse von Yves Saint Laurent und Produzentin ihres eigenen Parfüms einen unsterblichen Namen. Aus Verbindungen mit Roger Vadim und Marcello Mastroianni gingen zwei Kinder hervor – Sohn Christian und die ebenfalls als Schauspielerin sehr erfolgreiche Tochter Chiara Mastroianni.

Der „Crystal of Hope“ an Ärzte ohne Grenzen

Am 20. Mai wird Catherine Deneuve beim Life Ball den „Crystal of Hope“ überreichen. Dieser von Swarovski gestiftete und 2005 zum ersten Mal vergebene Award geht an einen verdienten Kämpfer gegen HIV und Aids und wird jeweils symbolisch für eine besondere Initiative verliehen. Das damit verbundene Preisgeld von 100.000 Euro kommt heuer dem „SAMBA“-Projekt von Ärzte ohne Grenzen zugute.

Damit ermöglicht und unterstützt Ärzte ohne Grenzen die Entwicklung eines neuen vereinfachten Aids-Tests für Kleinkinder. Bislang konnte HIV bei Babys unter 18 Monaten mit herkömmlichen Testverfahren nicht sicher bestimmt werden, da Kleinkinder bis zu diesem Alter noch Antikörper der Mutter in sich tragen. Für exakte Tests waren bislang sehr teure und aufwändige Labors vonnöten, die es in unterprivilegierten Ländern meist nicht gibt. So zynisch das klingt: Da Aids bei Babys in der westlichen Welt aufgrund vieler medizinischer Vorsorgemaßnahmen so gut wie nicht vorkommt, hat die Industrie kein Interesse an der Entwicklung vereinfachter Tests. Das führt dazu, dass Kleinkinder in den am stärksten von HIV und Aids betroffenen Ländern der Welt nicht getestet und in der Folge auch nicht behandelt werden und deshalb in der Mehrzahl noch vor Erreichung des zweiten Lebensjahrs versterben.

Ärzte ohne Grenzen entwickelt nun gemeinsam mit einem Forschungsteam der Universität Cambridge einen einfach zu handhabenden Test für Kleinkinder und setzt damit als erste Organisation überhaupt einen entscheidenden Schritt zur effizienten Behandlung von Babys – ein Schritt, der für eine Hilfsorganisation ungewöhnlich ist und aus der Untätigkeit von Politik und Industrie resultiert. Das Swarovski-Preisgeld von 100.000 Euro geht direkt an dieses enorm wichtige Projekt, das in weiterer Folge das Leben hunderttausender Kleinkinder in aller Welt retten könnte.

„Es ist eine große Ehre für uns, dass sich Catherine Deneuve bereit erklärt hat, den Life Ball persönlich zu unterstützen. Sie tritt bekanntlich nicht oft öffentlich auf, was ihr Engagement gegen HIV und Aids umso wertvoller macht“, erklärt Life Ball Organisator Gery Keszler. „Dass diese großartige Künstlerin den ,Crystal of Hope’ überreichen wird, unterstreicht die Bedeutung dieses Awards ganz besonders.“

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