"Casa Austria" in Temesvar ist fertig

Nach einem Hilfseinsatz von österr. Medizinern in Temesvar im Zuge der rumänischen Revolution (1989), fiel der Beschluss, eine Unfallabteilung nach westlichem Standard zu errichten.

Der Wiener Unfallchirurg Professor Dr. Johannes Poigenfürst legte 1993 den Grundstein für die „Casa Austria“. Am kommenden Donnerstag (22. Mai) feiert das moderne Spital Eröffnung.

Die „Casa Austria“ ist eine Abteilung, die in Zukunft hauptsächlich schwer Verletzte und Verbrennungsopfer behandeln wird. Zukünftig werden dort fünf Ärzte sowie bei Bedarf Fachärzte aus dem daneben liegenden Kreiskrankenhaus arbeiten. Außerdem werden Röntgen-, Anästhesiepersonal sowie acht Diplomkrankenschwestern und diverse Hilfskräfte beschäftigt.

Neben den 60 Betten gibt es auch vier Intensivbetten für Patienten mit schwersten Verbrennungen. Eine Abteilung für Polytrauma, für Verbrennungen mit plastischer Chirurgie und für Wiederherstellungschirurgie der Extremitäten wurden errichtet.

Laut Poigenfürst gibt es ein Behandlungsprinzip für Schwerverletzte, so wie in Österreich, in Rumänien gar nicht. „Bisher wurden dort Schwerverletzte von einer Spezial-Abteilung in die nächste transferiert, anstatt die jeweiligen Fachärzte an einem Spital zu konzentrieren. Ein Prinzip, das es in Österreich seit acht Jahrzehnten gibt“, so Poigenfürst.

Die Gesamtkosten der „Casa Austria“ belaufen sich laut dem Projektmanagement unter der Leitung der Caritas auf 4,4 Millionen Euro. Davon wurden 2,3 Millionen Euro durch Spenden aus Österreich, 200.000 Euro durch Sachspenden und 1,9 Millionen Euro durch die Unterstützung des österreichischen Außenministeriums aufgebracht.

Infos unter: http://www.casaaustria.at

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