Carsharing 24/7 gewinnt den Wiener VCÖ-Mobilitätspreis

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Votava / PID ©Der Wiener Mobilitätspreis ging an "Carsharing 24/7".
Die von Privatpersonen initiierte Plattform "Carsharing 24/7" ist heuer mit dem Mobilitätspreis Wien ausgezeichnet worden. "Carsharing stellt derzeit einen globalen Trend dar", erklärte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou am Donnerstag.
Neuer Carsharing-Anbieter in Wien
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Bei Carsharing 24/7 handelt es sich um das erste Carsharing Social Network in Österreich, in dessen Rahmen Private Fahrzeuge herborgen und mitbenützen können. Von dieser Möglichkeit machen bereits 2.600 Personen Gebrauch, die sich rund 220 Autos teilen. Der Mietpreis wird vom Fahrzeugbesitzer festgelegt, ein Kostenkalkulator hilft dabei. Zudem gibt es ein Online-Fahrtenbuch, ein automatisches Abrechnungssystem und Apps, welche die Abwicklung erleichtern sollen.

Über den Mobilitätspreis Wien

Als Motto für den vom VCÖ, der Stadt Wien und dem ÖBB-Postbus gemeinsam ausgerufenen Preis wurde “Mobilität und Transport 2025+” vorgegeben. Das Thema sei bewusst gewählt worden, erklärte VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Denn auf den Verkehrsbereich würden durch den stark gestiegenen Ölpreis, Klimaschutz- und Energieziele und ein starkes Bevölkerungswachstum große Herausforderungen zukommen.

Wobei: In den vergangenen zehn Jahren sei die Mobilität in der Bundeshauptstadt bereits vielfältiger und klimafreundlicher geworden – deutlich stärker als in den anderen Städten Österreichs, hieß es. Auch in Zukunft würden öffentliche Verkehrsmittel, Radfahren, Carsharing und Elektro-Mobilität weiter an Bedeutung gewinnen. Dabei hat der VCÖ Mobilitätstrends ausgemacht, die schon heute erkennbar sind.

Öffis werden immer wichtiger

Menschen werden auf einer Strecke mit mehreren Verkehrsmitteln unterwegs sein. Pendler fahren dann zum Beispiel mit dem Fahrrad zum Bahnhof, mit der Bahn in die Stadt und dort weiter mit dem Öffi zum Arbeitsplatz. Zudem ist laut Gratzer in Westeuropa der Sättigungsgrad in Sachen Pkw erreicht: “Das Auto ist für die Jugend längst kein Statussymbol mehr.” Im Verhältnis zur Einwohnerzahl sinke in Wien die Zahl der Autos.

Die Bedeutung der Öffis in Städten wird hingegen weiter steigen, ebenso die Wichtigkeit von Gehen und Radfahren. Metropolen wie New York oder Berlin würden beispielsweise verstärkt autofreie Zonen schaffen. Auch die Elektro-Mobilität wird laut VCÖ immer wichtiger werden. Dies sei notwendig, um die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu erreichen. Zudem ortet der Club im Teilen einen Trend – egal ob Fahrräder oder Autos. So nehme in Wien Carsharing langsam aber sicher zu, hieß es. Die Zahl der Anbieter steige. Auch City-Bike-Systeme gebe es europaweit immer mehr. (APA)

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