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Carrie - Kritik und Trailer zum Film

Mit dem Gruselschocker wird die Story eines von ihren Mitschülerinnen gequälten Mädchens neu erzählt. Mehr als 35 Jahre nach dem Original von Brian De Palma, wagt sich nun die Filmemacherin Kimberly Peirce an die Stephen-King-Vorlage. Julianne Moore mimt die religiös-fanatische Mutter, Chloe Grace Moretz das gemobbte Mädchen, das im blutigen Finale seine telekinetischen Fähigkeiten für ein Rachegemetzel entdeckt. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Das Remake eines Horrorklassikers wie “Carrie – Des Satans jüngste Tochter” ist ein riskantes Unterfangen: das Original von 1976 erntete zwei Oscar-Nominierungen für Sissy Spacek und Piper Laurie und brachte Regisseur Brian De Palma ebenso den Durchbruch wie Autor Stephen King. Die modernisierte Neuauflage von Kimberley Peirce kann sich aber durchaus sehen lassen.

Carrie – Kritik zum Film

Peirce verzichtet in ihrem Remake auf die mythologische Überhöhung und die sublime Schuldfrage, mit der der Hitchcockianer De Palma seine Interpretation von Stephen Kings erstem Roman unterfüttert hat. Und bei ihr ist Carrie White, die von ihrer fanatisch religiösen Mutter lange Zeit eingesperrt und in einer kleinen Kammer zum Beten gezwungen wurde, auch nicht nur ein Symbol, sondern eine verängstigte Jugendliche mit unterdrückten Sehnsüchten.

Das Setting ist eine amerikanische Kleinstadt in der heutigen Zeit, abgesehen von den modernen Mobbing-Methoden – wie YouTube-Videos – hat sich an der Highschool aber nicht allzu viel geändert. Wenn Carrie in der Dusche erstmals ihre Periode bekommt und von ihren Mitschülerinnen gedemütigt wird, zieht sie sich jedoch nicht noch weiter in ihr Schneckenhaus zurück. Vielmehr weckt die Konfrontation mit der Außenwelt ihren Widerstandsgeist.

Kurzinhalt des Films

Chloe Grace Moretz (“Kick-Ass”, “Hugo Cabret”) verkörpert diese Jugendliche zu Beginn mit einer Mischung aus Fremdheit vor sich selbst und einem Wunsch nach Unsichtbarkeit, die aber – mithilfe der Sportlehrerin und der Entdeckung ihrer telekinetischen Fähigkeiten – einer fortschreitenden Emanzipation von ihrer Umwelt (nicht zuletzt von ihrer Mutter) und einem gestärkten Selbstbewusstsein Platz macht. Dazu trägt auch die Einladung zum Abschlussball einiges bei.

Dass es ausgerechnet dort zum großen Blutbad kommt, ist weniger Carries unkontrollierbarer und unterdrückter Wut zu verdanken, sondern einem tief empfundenen Schmerz nach der ultimativen Demütigung. Peirce inszeniert den Showdown zwar mit voyeuristischer Schaulust (der berühmte Schweineblut-Kübel kippt gleich dreimal in Zeitlupe) und bei weitem nicht so raffiniert wie De Palma, aber zumindest ohne die sadistische Freude, von der so manche moderne Teenie-Horrorproduktion geprägt ist.

Während die Neuverfilmung von “Carrie” visuell somit nicht übermäßig einfallsreich sein mag, so gibt Peirce den Figuren zumindest deutlich mehr Tiefe und baut eine intensive innere Spannung auf. Juliane Moore als Carries Mutter ist Furcht einflößend authentisch, und auch die soziale Realität der Highschool-Jugendlichen wirkt für einen Genrefilm erstaunlich unkünstlich. Insgesamt ein sehenswertes Remake – auch weil es eine gute Gelegenheit bietet, sich wieder einmal dem alten Klassiker zu widmen.

(APA)

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