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Caritas startet zweite "Gruft" in Wien auch für Ausländer!

©APA
Als Provisorium, für den Anfang: Die Caritas will auch ausländischen Obdachlosen eine Zuflucht vor der Winterkälte bieten und startet mit 40 Notschlafstellen - vorerst läuft das Projekt bis März in Wien Währing.
Caritas startet zweite Gruft

Anfang Dezember ließ Wiens Caritas-Direktor Michael Landau mit Plänen für eine zweite “Gruft” für ausländische Obdachlose aufhorchen. Am heutigen Dienstag hat die Hilfsorganisation nun eine solche Einrichtung in Währing präsentiert.

Warmer Schlafplatz – ohne Ansehen der Nationalität

Die 40 Schlafplätze umfassende Unterkunft ist vorerst jedoch nur als Provisorium bis März geplant und richtet sich zudem nicht nur an Bürger aus anderen Ländern. Man reagiere mit diesem Angebot auch auf die “überraschende Räumung” des Audimax, erklärte der Wiener Caritas-Generalsekretär Alexander Bodmann in einer Pressekonferenz.

Die zusätzlichen Übernachtungsplätze, die in Zusammenarbeit mit dem Fonds Soziales Wien (FSW) geschaffen wurden, befinden sich in der Caritas-Einrichtung “Haus St. Josef” in der Lacknergasse 98. Diese betreute schon bisher Menschen ohne Dach über dem Kopf. Allerdings wurde für die Übergangslösung der Tagesbetrieb auf einen 24-Stunden-Betrieb umgestellt, wobei der Speisesaal in der Nacht zur Schlafstätte umfunktioniert wird.

Erste Nacht mit 15 Obdachlosen

Die ersten 15 Obdachlosen hätten bereits am gestrigen Montag hier genächtigt, so Bodmann: “Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Tagen voll sein werden.” Die Platzvergabe läuft über das “Service für Wohnungslose” (P7). Neben einem Bett stehen auch Duschmöglichkeiten, warmes Essen und saubere Kleidung zur Verfügung. Bis spätestens 8.00 Uhr müssen die Betroffenen das Haus wieder verlassen haben, weil dann der Tagesbetrieb anläuft.

Was eine dauerhafte zweite “Gruft” anbelangt, gibt es laut Bodmann noch keine konkreten Pläne. Man arbeite mit der Stadt gerade an einem Gesamtpaket, in dem eine solche Einrichtung nur ein Teilaspekt sei. Neben Unterkünften müsse dieses auch Beratungsangebote und Rückkehrmöglichkeiten beinhalten, um dem europaweiten Problem der Obdachlosigkeit entsprechend zu begegnen. Schließlich seien in Wien zunehmend Menschen aus den neuen EU-Staaten davon betroffen, hieß es.

FSW-Geschäftsführer Peter Hacker verwies auf das Sozialhilfegesetz, demzufolge bestimmte Personen von Leistungen ausgeschlossen sind. Wien müsse sich daran halten, es gebe aber “Toleranzparagrafen”, wo menschlich sinnvolle Entscheidungen möglich seien: “Wir fragen bei diesen Temperaturen nicht nach dem Reisepass, sondern nach den Bedürfnissen”, betonte Hacker.

Vinzi-Schlafstelle für obdachlose EU-Bürger

Räumlichkeiten für obdachlose EU-Bürger in Wien hat auch der Sozialverein “Vinzenzgemeinschaft” des Grazer Pfarrers Wolfgang Pucher gesucht. Es sei nun gelungen, ein Objekt zur Unterbringung von 54 Menschen zu finden, hieß es in einer Aussendung. Der genaue Standort des künftigen “VinziPort” wurde noch nicht genannt. Allerdings müssten vor Inbetriebnahme noch einige Umbauten erfolgen, weshalb die Gemeinschaft um Spenden bittet.

Caritas-Spendenkonto: RZB 4040 50 050, BLZ 31000, Kennwort: “Gruft Winterpaket”;
VinziPort-Spendenkonto: Erste Bank 2854 6499 330, BLZ 20111)

Lacknergasse 98, 1180 Wien, Austria

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