Capitals kämpfen Graz 99ers nieder!

In der 39. Runde der Erste Bank Eishockey Liga trafen die Vienna Capitals auf die Graz 99ers. In einem rasanten, unterhaltsamen Eishockeyspiel kämpften die ersatzgeschwächten Capitals die Gäste aus der Steiermark mit 4:1 (0:0, 2:0, 2:1) nieder. Für Diskussionen sorgte ein Fanprotest in den ersten Minuten der Partie.

Torloses erstes Drittel

Die ersten zwanzig Minuten waren von gutem Tempo auf beiden Seiten gekennzeichnet. Die Capitals konnten sich ein leichtes Übergewicht an Spielanteilen und Tormöglichkeiten erarbeiten. Die zwingenden Torchancen (auf beiden Seiten) waren jedoch Mangelware. Logisches Resultat nach dem ersten Abschnitt – 0:0!

Capitals gehen in Führung

Auch im Mittelabschnitt änderte sich wenig am Spielgeschehen. Die ersatzgeschwächten Gastgeber waren die bessere Mannschaft und konnten die besseren Torchancen für sich verbuchen. Gestützt auf die jungen Österreicher wie Ulmer, Pinter und Kraxner waren die Capitals, zum Teil deutlich, überlegen. In der 26. Minute wurden die Gastgeber durch Ulmer mit dem Führungstreffer bedient.

In der Folge kamen die Gäste aus der Steiermark besser ins Spiel und kamen zu einigen Torchancen. An der Charakteristik der Partie endete sich aber wenig. Die Capitals waren weiter die bessere Mannschaft und hatten mehr vom Spiel. Im zweiten Abschnitt sollte aber nur noch ein Treffer gelingen. David Rodman erhöhte in der 38. Minute für die Capitals. Mit 2:0 gingen die beiden Teams in die zweite Drittelpause.

Graz kommt heran – Capitals reagieren und bringen Sieg über die Zeit

In den ersten zehn Minuten des letzten Abschnitts fehlten den Capitals Kapitän Benoit Gratton. Er wurde wegen Schiedsrichterkritik mit einer Zehn-Minuten-Disziplinar-Strafe belegt. Diesen Umstand nutzten die Gäste aus der Steiermark aus und kamen besser ins Spiel. Logische Konsequenz war der Ausgleichstreffer durch Darcy Werenka – in doppelter Überzahl (45.).

In der Folge entwickelte sich ein von Taktik geprägtes Spiel. Die Capitals wollten den Vorsprung über die Zeit bringen. Die Gäste aus Graz setzten zusehends auf die Offensive. Die Gastgeber ließen sich davon aber wenig beeindrucken. Martin Ulmer schnürte in der

53. Minute seinen Doppelpack und sorgte für die Vorentscheidung. Der Treffer von Benoit Gratton (57. – nach sehenswerter Vorarbeit von Christian Dolezal) sorgte für den Endstand. Am Ende gewannen die Capitals ein unterhaltsames Eishockeyspiel – auch in der Höhe verdient mit 4:1.

Fanprotest in den ersten drei Spielminuten

Nach dem Spiel sorgte ein Fanprotest für Diskussionen. Vor dem Spiel forderten die großen Fanklubs der Capitals in Spruchbändern die Einlösung des „österreichischen Wegs“ mit vier Angriffslinien.

Das die österreichischen Spieler im Bedarfsfall längst Leistungsträger sein können, haben die letzten Spiele bewiesen.  Akteure wie Ulmer, Pinter, Ofner oder Kraxner können mit beherztem Offensivspiel für wichtige Impulse sorgen – bei entsprechender Eiszeit. Mit ihrer beherzten Leistung sorgten legten sie den Grundstein für zwei wichtige Punkte der Capitals.

Benoit Gratton (Vienna Capitals): Wir haben den Sieg heute erkämpft. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Jeder hat eine unheimlich starke kämpferische Leistung abgerufen. Der Willen und das Herz haben den Ausschlag gegeben.

Martin Ulmer (Vienna Capitals): Ich bin glücklich über meinen ersten Doppelpack für die Capitals. Wichtig aber sind die zwei Punkte für die Mannschaft. Anscheinend liegen mir die Grazer besonders gut. Ich habe heute meine Chance in der ersten Reihe nützen können. Hoffentlich geht es so weiter.

Capitals Präsident Dfkm. Hans Schmid: (zu den Fanprotesten) Ich verstehe den Zeitpunkt des Protests nicht. Wir haben heute zwölf junge Österreicher im Kader – daher sind die Spruchbänder für mich nicht nachvollziehbar. Wahrscheinlich haben die Fanklubs gedacht, dass wir ähnlich wie in Linz junge Österreicher gegen einen Legionär eintauschen. Das wird aber definitiv nicht der Fall sein.

Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Fanklubs – wir führen laufend Gespräche mit ihnen. Das wird auch in dieser Causa der Fall sein.

Darcy Werenka (Graz 99ers): Wir haben heute sehr schlecht gespielt und praktisch das ganze Spiel verschlafen. Über 60 Minuten sind uns sehr viele individuelle Fehler unterlaufen. Je länger das Spiel dauerte umso mehr bekamen die Capitals das Momentum auf ihrer Seite. Die Niederlage geht in Ordnung. Wir müssen sie abhaken und am Freitag unsere Aufgaben besser erfüllen.

Vienna Capitals – Graz 99ers 4:1 (0:0 2:0 2:1)

Albert-Schultz-Halle, 4.000 Zuschauer, SR Fussi/Schimm

Tore: Ulmer (26., 53./PP), D. Rodman 38./PP), Gratton (57.) bzw. Werenka (45./PP)

Strafminuten: 14 plus 10 Disziplinar Gratton bzw. 24

Thomas Muck
In Kooperation mit sportreport.at

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