Capitals kämpfen den KAC nieder

In der 33. Runde der Erste Bank Eishockey Liga gastierte der KAC bei den Vienna Capitals. In einem temporeichen, unterhaltsamen Spiel setzten sich am Ende die Capitals mit 2:1 (0:0,1:1,1:0) durch. Für Diskussionen sorgte nach dem Spiel vor allem die Schiedsrichterleistung.

Torloses erstes Drittel

Der KAC kam als leichter Favorit zum Spitzenspiel in die Albert Schultz Halle nach Wien. Aus unterschiedlichen Gründen fehlten bei den Wienern einige Stammspieler. Die Gäste aus Kärnten erwischten den besseren Start in das Spiel. Die Capitals benötigten einige Minuten um ihren Rhythmus zu finden. In der Folge sollte sich ein rasantes, unterhaltsames Eishockeyspiel entwickeln. Kein Team konnte sich einen signifikanten Vorteil erarbeiten. Logisches Resultat – keine Treffer im ersten Drittel.

Tore im zweiten Abschnitt – Niveau sinkt.

Im zweiten Abschnitt sank das Niveau des Spiels. Die Partie verlor an Tempo und rassigen Szenen. Dafür sahen die 4.300 Zuschauer endlich Tore. Der Gast aus Klagenfurt ging durch Gregor Hager (24. – nach sehenswerter Vorarbeit von Dieter Kalt) in Führung. 99 Sekunden bereits der Ausgleich für die Capitals. Verteidiger Jeremy Rebek traf in Überzahl (26.).

„Falsches Unterzahltor“ bringt Entscheidung – KAC Ausgleich aberkannt

Im letzten Drittel nahm das Spiel wieder an Tempo und Dramatik zu. Vieles deutete bereits auf eine mögliche Verlängerung hin. Ein „falsches Unterzahltor“ sollten für die Capitals die Entscheidung bringen. Kevin Kraxner erkämpft sich in Unterzahl die Scheibe. Er sieht den von der Strafbank kommenden David Rodman. Dieser fährt alleine auf Goalie Swette zu und lässt ihn keine Abwehrmöglichkeit.

Der KAC warf in der Folge alles nach vorne. 100 Sekunden vor dem Ende fiel der vermutliche Ausgleich für den KAC durch Shantz. Doch zu früh gefreut – Schiedsrichter Gebei sah ein Vergehen des Torschützen an Capitals Verteidiger Lakos. Der Übeltäter beschwerte sich beim Schiedsrichter in der Folge zu intensiv und erhielt eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Nach dieser Situation war beim KAC spürbar die Luft draußen und die Capitals konnten den Sieg locker über die Zeit bringen.

Diskussionen um Schiedsrichterleistung

Nach dem Spiel stand – wie so häufig in dieser Saison – der Schiedsrichter im Mittelpunkt der Diskussionen. Die kleinliche, unkonstante Spielleitung von Herrn Gebei sorgte allgemein für großes Unverständnis. Beide Seiten fanden, abseits der Kamera und Mikrofone, deutliche Worte über die Leistung des Unparteiischen. Entscheidender Faktor war der Schiedsrichter jedoch keiner.

Kevin Gaudet (Vienna Capitals): Ich bin unglaublich stolz auf mein Team, es war ein hart erkämpfter Sieg. Wir haben mit viel Herz gespielt, und wir wurden durch das großartige Publikum zur Höchstleitung getragen. Man kann den heutigen Sieg gar nicht hoch genug bewerten, da wir ohne drei wichtige Stürmer antreten mussten. Torhüter Jürgen Penker verdient Extralob. Er hat uns in schwierigen Phasen im Spiel gehalten und schließlich den Sieg ermöglicht. Jetzt müssen wir rasch regenerieren für die morgige schwere Aufgabe gegen Salzburg.

Phil Lakos (Vienna Capitals): Ich denke war haben den Sieg mehr gewollt. Aber wir haben trotzdem noch zu viele Strafen genommen. Wir haben Dinge die wir morgen gegen Salzburg besser machen können. Ein Jubiläumsspiel (Anm.: Lakos spielte sein 400. Spiel für die Capitals) zu gewinnen ist immer etwas Besonderes. Aber am Ende bin ich glücklich über die zwei Punkte. Da zählt mein Jubiläum sehr wenig.

Dieter Kalt (KAC): Die Zuschauer haben einen großen Kampf gesehen. Wir haben den Capitals alles abverlangt und haben am Ende unglücklich verloren. Am Ende haben wir zu viele Strafen genommen und uns am Ende selbst um den möglichen Erfolg gebracht. (Zum aberkannten Tor) Ich möchte mich dazu noch nicht äußern und die Situation erst auf dem Video anschauen.

Vienna Capitals – KAC 2:1 (0:0 1:1 1:0)

Albert-Schultz-Halle, 4.315 Zuschauer (ausverkauft), SR Gebei

Tore: Rebek (26./PP), Rodman (54.) bzw. Hager (24.)

Strafminuten: 14 bzw. 32 plus Spieldauerstrafe Shantz

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