Cap und Kopf lassen Klubvorsitz-Kandidatur offen

Cap könnte Schieder weichen müssen
Cap könnte Schieder weichen müssen
Die Präsidialkonferenz des Nationalrats hat sich am Mittwoch getroffen, um die konstituierende Sitzung am 29. Oktober vorzubereiten. Verständigt hat man sich dabei u.a. auf eine provisorische Sitzordnung. Keine Stellungnahme zu ihrer persönlichen Zukunft gab es von den Klubchefs der Regierungsparteien, Josef Cap (SPÖ) und Karlheinz Kopf (ÖVP).


Cap könnte an der Klubspitze durch Finanzstaatssekretär Schieder ersetzt werden – zumindest ist das laut “Tiroler Tageszeitung” der Plan von SP-Chef Faymann. Ob er in der Klubsitzung am Montag trotzdem als Klubobmann kandidieren wird und es somit zu einer Kampfabstimmung in geheimer Wahl kommen könnte, wollte Cap den wartenden Journalisten am Rande der Sitzung nicht sagen.

Auch von VP-Klubchef Kopf gab es keine Stellungnahme zu seiner persönlichen Zukunft sowie zur weiteren Vorgehensweise im Klub. Bei der ÖVP muss ja auch geklärt werden, wer dem zweiten Nationalratspräsidenten Neugebauer nachfolgen soll. Kolportiert wurde zuletzt, dass die Wahl auf Maria Fekter fallen könnte, um den Chefposten im Finanzministerium freizumachen.

Die FPÖ wählte am Mittwoch wie erwartet Parteichef Strache erneut zum Klubobmann. Vizeparteichef Norbert Hofer wurde einstimmig zum Kandidaten für die Wahl zum Dritten Nationalratspräsidenten nominiert. Die Grünen überlegen noch, ob sie einen eigenen Kandidaten gegen Hofer ins Rennen um den dritten Nationalratspräsidenten schicken werden. Parteichefin Glawischnig betonte allerdings, dass sie selbst nicht kandidieren werde.

Nichts geworden ist es für die beiden kleinen Oppositionsparteien vorerst mit einem Sitzplatz ganz vorne im Plenarsaal. Die zwölf Plätze werden nämlich nach dem d’Hondtschen System vergeben, das auch bei der Mandatsverteilung zur Anwendung kommt – und hier gehen die ganz kleinen Fraktionen leer aus, so es kein Entgegenkommen der größeren Parteien gibt. Der provisorische Sitzplan sieht somit vor, dass die SPÖ mit vier, ÖVP und FPÖ mit jeweils drei und die Grünen mit zwei Abgeordneten in der ersten Reihe sitzen. Team Stronach und Neos starten erst ab der zweiten Reihe. Angesiedelt werden Team Stronach und Neos dem Vernehmen nach zwischen SPÖ und FPÖ.

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