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Cannes 2011: Goldene Palme für Malicks "Tree of Life"

Die Goldene Palme des Filmfestivals in Cannes geht in diesem Jahr an den US-amerikanischen Regisseur Terrence Malick für sein Werk "The Tree of Life". Das gab die Jury am Sonntagabend zum Abschluss der 64. Festspiele in der französischen Stadt bekannt.

Siegerfilm des wichtigsten Festivals der Welt ist ein philosophisches Drama über die menschliche Existenz und die Natur. Österreichs Hoffnung, Markus Schleinzers Film “Michael”, ging indes leer aus.

Der Grand Prix der Jury ging zu gleichen Teilen an den Türken Nuri Bilge Ceylan für “Once Upon a Time in Anatolia” und an die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne für “The Kid with a Bike”.

Die Amerikanerin Kirsten Dunst nahm den Preis als beste Darstellerin entgegen. Sie hat die Hauptrolle in dem Drama “Melancholia” des vom Festival ausgeschlossenen dänischen Regisseurs Lars von Trier gespielt. Von Triers dänischer Kollege Nicolas Winding Refn wurde für “Drive” als bester Regisseur ausgezeichnet. Bester männlicher Hauptdarsteller wurde der Franzose Jean Dujardin für die französische Produktion “The Artist”.

Der Jury-Preis ging an den französischen Film “Polisse“, den Drehbuch-Preis gab es für “Footnote” aus Israel.

Markus Schleinzers Debütfilm “Michael” über einen pädophilen Mann, der einen Zehnjährigen über lange Zeit in seinem Keller gefangen hält, hatte zwar Chancen auf die Goldene Palme sowie den Regie-, Drehbuch- oder Darstellerpreis, ging aber letztendlich leer aus.

Einen österreichischen Erfolg gab es jedoch am Freitagabend zu verbuchen: Neo-Regisseur Karl Markovics wurde für seinen Debütfilm “Atmen” in der renommierten Cannes-Nebenreihe “Quinzaine des Realisateurs” mit dem Preis “Label Europa Cinema” ausgezeichnet. Der bei den Festivals Cannes, Venedig, Berlin und Karlsbad vergebene Preis unterstützt Kinobetreiber, die den Film über längere Zeit im Programm führen.

Die wichtigsten Preisträger im Überblick

Die 64. Filmfestspiele von Cannes sind am Sonntag mit der Preisverleihung zu Ende gegangen. Präsident der Wettbewerbs-Jury war der amerikanische Schauspielstar Robert De Niro. Im Folgenden sind die wichtigsten Auszeichnungen dokumentiert:

  • Goldene Palme: “The Tree of Life” von Terrence Malick (USA)
  • Großer Preis der Jury zu gleichen Teilen an: “Once Upon a Time in Anatolia” von Nuri Bilge Ceylan (Türkei) “The Kid With a Bike” von Jean-Pierre und Luc Dardenne (Belgien)
  • Preis der Jury: “Polisse” von Maïwenn (Frankreich)
  • Beste Schauspielerin: Kirsten Dunst (USA) für “Melancholia”
  • Bester Schauspieler: Jean Dujardin (Frankreich) für “The Artist”
  • Beste Regie: Nicolas Winding Refn für “Drive” (Dänemark)
  • Bestes Drehbuch: Joseph Cedar für “Footnote” (Israel)
  • Goldene Kamera für den besten Debütfilm: “Las acacias” von Pablo Giorgelli (Argentinien)
  • Goldene Palme für den besten Kurzfilm: “Cross” von Maryna Vroda (Ukraine)
  • Hauptpreis der Sektion Un certain  regard zu gleichen Teilen an:
    Andreas Dresen (Deutschland) für “Halt auf freier Strecke”
    Kim Ki-duk (Korea) für “Arirang”
  • Erster Preis des Kurzfilmwettbewerbs Cinéfondation: Doroteya Droumeva (Deutschland) für “Der Brief”

(APA)

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