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Cannabis: "Marokko" ist "out" - "Indoor" ist "in"

Hanfpflanzen werden zunehmend lokal für den lokalen Markt gezüchtet.
Hanfpflanzen werden zunehmend lokal für den lokalen Markt gezüchtet. ©APA/Symbolbild
Was den europäischen Markt für Cannabis betrifft, hat sich laut der Drogenbeobachtungsstelle der EU (EMCDDA) in Lissabon in den vergangenen Jahren ein deutlicher Wandel ergeben: "Marokko" ist quasi "out", "Indoor"-Plantagen sind "in". Die Hanfpflanzen werden zunehmend lokal für den lokalen Markt gezüchtet. Damit wird vor allem der für die Drahtzieher gefährliche Schmuggel umgangen.

An den Zahlen hat sich in den vergangenen Jahren wenig geändert. Beispielsweise 24 Prozent der Wiener haben schon zumindest einmal Hanfprodukte konsumiert, 13 Prozent innerhalb der vergangenen drei Jahre, sechs Prozent innerhalb der vergangenen 30 Tage. Das hat die “Suchtmittel Monitoring Studie” im vergangenen Jahr ergeben.

Konsum zieht sich durch alle Altersgruppen

1993 hatten nur fünf Prozent der Befragten von einem zumindest einmaligen Haschisch- oder Cannabiskonsum berichtet, 2003 waren es 16 Prozent, 2011 dann 21 Prozent gewesen. Der Cannabis-Konsum, ehemals von den Jugendlichen der 1968er-Generation begonnen, zieht sich mittlerweile durch alle Altersgruppen.

Cannabisharz großteils aus Marokko

“Jährlich werden rund eine Million Sicherstellungen illegaler Drogen in Europa gemeldet. In den meisten Fällen handelt es sich um kleine, bei Konsumenten beschlagnahmte Mengen (…). Bei mehr als 80 Prozent aller Sicherstellungen in Europa handelt es sich um Cannabis – ein Indiz für die hohe Konsumprävalenz”, schrieb die Europäische Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) 2014 in ihrem Jahresbericht. Das Cannabiskraut werde entweder im Inland angebaut oder aus Nachbarländern eingeschmuggelt. Cannabisharz hingegen werde zum größten Teil “auf dem See- oder Luftweg aus Marokko nach Europa” gebracht.

Cannabiskraut zunehmend im Inland produziert

“Bei der Anzahl der Sicherstellungen hat Cannabiskraut in den vergangenen zehn Jahren Cannabisharz überholt und macht nunmehr fast zwei Drittel aller Cannabis-Sicherstellungen aus. Dies ist auf die zunehmende Verfügbarkeit von im Inland produziertem Cannabiskraut in zahlreichen Ländern zurückzuführen”, schrieb die EMCDDA.

Auch synthetische Cannabinoide im Kommen

Wahrscheinlich viel dubioser wegen der kaum bekannten Herkunft und Zusammensetzung sind synthetische Cannabinoide. Das sind künstlich hergestellte psychotrope Substanzen, die ähnliche Wirkungen wie Cannabis haben. Sie kommen zumeist aus den Drogenküchen Chinas. Niemand der Konsumenten weiß eigentlich, um welche Substanzen es sich handelt, die hier zumeist mit Kräutern gemischt in den illegalen Handel kommen.

(APA)

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