C5-Außenminister sagten Ukraine weitere Hilfe zu

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) mit den Außenministern Peter Szijarto (Ungarn), Anze Logar (Slowenien), Ivan Korkoc (Slowakei) und Jan Lipavsky (Tschechien) bei dem Treffen der Außenminister der "Central Five in Stirin bei Prag.
Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) mit den Außenministern Peter Szijarto (Ungarn), Anze Logar (Slowenien), Ivan Korkoc (Slowakei) und Jan Lipavsky (Tschechien) bei dem Treffen der Außenminister der "Central Five in Stirin bei Prag. ©APA/BMEIA/MICHAEL GRUBER
Der Fokus lag auf dem Thema Ukraine-Krieg beim Treffen der Außenminister der sogenannten "Central Five"-Gruppe (C5) - darunter Österreich - am Dienstag in Stirin bei Prag.

Die Teilnehmer sagten weitere Hilfe für die Ukraine und deren Flüchtlinge zu. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) bezeichnete den Krieg in der Ukraine als eine "brutale Tatsache. Die ukrainische Grenze sei Wien näher als einige österreichische Städte, "deswegen geht es uns sehr an".

Die C5-Außenminister sicherten der Ukraine weitere Hilfe zu

Schallenberg würdigte die starke Empathie, Mitgefühl und Solidarität, die Aufnahme von so vielen Flüchtlingen wäre ohne nachbarschaftliche Kooperation nicht möglich. In Anspielung auf die "schrecklichen Bilder" aus der ukrainischen Stadt Butscha sagte er, er fürchte, dass auch weitere derartige Aufnahmen kommen würden. Er sei für weitere Sanktionen gegen Russland, diese sollten "mehr Russland als uns treffen", so Schallenberg.

Lipavsky: Zum Ukraine-Krieg kann man "nicht schweigen"

Laut dem Gastgeber des Treffens, dem tschechischen Außenminister Jan Lipavsky, kann man zum Krieg in der Ukraine "nicht schweigen". Man müsse einheitlich und entschlossen handeln. Die Ukraine sollte so bald wie möglich in die EU aufgenommen werden. "Es ist eine politische Entscheidung, wir dürfen nicht zögern, diese Entscheidung zu treffen." Tschechien werde im Laufe seines bevorstehenden EU-Vorsitzes im zweiten Halbjahr bemüht sein, die Ölimporte aus Russland zu stoppen und eine Gastgeberkonferenz für die Ukraine zu veranstalten. Man müsse die Kontakte mit Russland minimieren, so Lipavsky.

Ungarn will Ukraine finanziell nicht aber militärisch unterstützen

Der ungarische Außenminister Peter Szijjártó erklärte, Ungarn verteidige die Souveränität der Ukraine und werde sie finanziell, nicht aber militärisch unterstützen. Die ungarische Regierung werde "auf jeden Fall den Willen des Volkes respektieren", sich militärisch nicht am Krieg zu beteiligen. Die Regierung habe die Pflicht, die Energiesicherheit Ungarns zu garantieren. Ungarn Bei den kürzlichen Parlamentswahlen habe sie ein starkes Mandat dazu bekommen. "Wir können die Sanktionen gegen die Importe von russischem Öl und Gas nicht unterstützen", so Szijjártó weiter.

Slowakei für Embargo von russischen Energie-Importen

Der slowakische Außenminister Ivan Korcok sprach sich für ein Embargo von russischen Energie-Importen aus. Es sei eine politische Realität, dass es die Öl- und Gaseinnahmen Kreml-Chef Wladimir Putin ermöglichen, den Krieg zu finanzieren. Ein Stopp von diesen Importen sei aber "nicht von einem Tag auf den anderen" möglich. Die Slowakei werde weiterhin auch militärische Hilfe an die Ukraine leisten, weil es sich um das Überleben des Staates handle. Aus politischer Sicht habe Putin den Krieg schon verloren, weil die Ukraine Bestandteil des Westens werde, so Korcok.

Slowenien: EU solle Fehler nach der Krim-Annexion nicht wiederholen

Der slowenische Außenminister Anze Logar meinte, die EU solle nicht die Fehler aus der Zeit nach der Krim-Annexion wiederholen. Er sprach sich für weitere EU-Sanktionen gegen Russland aus und sagte, "jetzt sollten Taten folgen". Außerdem gab er der Hoffnung Ausdruck, dass die Ukraine doch in die EU aufgenommen wird.

(APA/Red)

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