C-Waffen aus Syrien stehen zur Zerstörung bereit

Die Vernichtung des syrischen Chemiewaffen-Arsenals kommt nach Angaben internationaler Experten voran. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) teilte am Donnerstag mit, sämtliche von Syrien abgegebenen Giftstoffe seien inzwischen außerhalb des Landes in spezielle Anlagen gebracht worden.


Dort seien bis Montag 32 Prozent der insgesamt 1300 Tonnen giftiger Chemikalien unschädlich gemacht worden. Dies geschieht auf einem US-Schiff auf offener See sowie bei Spezialfirmen in Finnland, Großbritannien und den USA. Die OPCW kündigte an, ihre Arbeit in Syrien fortzusetzen und dort zwölf Chemiewaffen-Anlagen unbrauchbar zu machen. Sieben Fabriken würden abgerissen, fünf unterirdische Produktionsstätten dauerhaft versiegelt.

Der syrische Präsident Bashar al-Assad hatte im vergangenen Jahr auf internationalen Druck hin zugestimmt, das gesamte C-Waffen-Arsenal seines Landes aufzugeben und die außerhalb Syriens vorgesehene Zerstörung der Bestände zu gewährleisten. Anlass war ein Angriff mit Nervengas in der Nähe von Damaskus, bei dem Hunderte Menschen getötet wurden. Der Westen macht die syrische Regierung für den schwersten Giftgasangriff seit einem Vierteljahrhundert verantwortlich. Die Regierung in Damaskus beschuldigt dagegen Rebellen, das Gas Sarin eingesetzt zu haben.

Ende Juni hatte Syrien die letzten seiner der internationalen Gemeinschaft gemeldeten Chemiewaffen abgeliefert. Regierungen des Westens hegen jedoch den Verdacht, dass das Land nicht alle Waffen deklariert haben könnte. Die OPCW geht davon aus, dass die Zerstörung des gesamten C-Waffenarsenals noch mehrere Monate dauern wird.

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