BZÖ entdeckt Jugendarbeitslosigkeit

Nach der Ansage der ÖVP, die Jugendarbeitslosigkeit zum Verschwinden zu bringen, schießt sich nun auch das BZÖ auf dieses Thema ein.

„Das ist eindeutig zu hoch, man muss etwas dagegen tun“, bezog sich Spitzenkandidat Peter Westenthaler bei einer Pressekonferenz am Montag auf die Quote Jugendlicher ohne Beschäftigung von 9,9 Prozent. Die orange Lösung: Eine „Renaissance der handwerklichen Berufe“, die gesellschaftliche Gleichstellung von Lehre und AHS/BHS und spezielle Unternehmensförderungen.

„Es muss in Österreich zu einer gesellschaftlichen Umbildung kommen“, prangerte Westenthaler das schwache Prestige von Lehrberufen an und forderte „Durchgängigkeit im Bildungssystem“. So könne man Lehrlinge bei Kosten für die Berufsreifeprüfung deutlich entlasten. Auf technischer Ebene, aber auch im Lehrplan forderte das BZÖ eine Reform der Berufsschulen zur Modernisierung der Ausbildung. Westenthaler: „Man muss sich auch die Qualifikation der Lehrer näher anschauen.“

Bildungs- und Pflegedebatte wusste der BZÖ-Spitzenkandidat ebenfalls zu kombinieren und verwies auf eine alte BZÖ-Forderung. So solle man aus der Not eine Tugend machen und Pflegeberufe als Lehrberufe etablieren. „Es kann nicht sein, dass das Umschulungswillige, die in den Pflegeberuf einsteigen wollen, wieder wegschickt“, erzählte er von einer nicht näher genannten Frau, die für den Umstieg „zu kurz“ arbeitslos gewesen sein soll.

Spezielle Prämien für zusätzliche Lehrplätze kann sich Westenthaler für Unternehmen vorstellen. Weiters forderte er den Ausbau des freiwilligen sozialen Jahres und die Abschaffung der Landes- und Bundesbildungsbeiräte, ebenfalls „eine alte Forderung von uns“, wie er betonte.

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