Busreisen mit tragischem Ausgang seit 2000

Busunfälle forderten zahlreiche Tote
Busunfälle forderten zahlreiche Tote ©EPA
Der Unfall des belgischen Reisebusses in der Schweiz am Dienstag, bei dem mindestens 28 Menschen ums Leben kamen, gehört zu den schwersten Busunfällen in Europa seit dem Jahr 2000.

Ein Überblick:

13. Mai 2000, Bosnien: Beim Sturz eines Reisebusses in einen Fluss kommen 42 Menschen ums Leben.

6. Juli 2000, Spanien: Ein Bus und ein Lastwagen stoßen in der Nähe von Soria im Norden des Landes zusammen, 28 Menschen sterben.

September/Oktober 2000, Türkei: Bei zwei Unfällen mit Reisebussen sterben insgesamt 41 Menschen.

4. März 2001, Portugal: Beim Zusammenbruch einer Brücke im Norden Portugals stürzen ein Reisebus und drei Autos in den Fluss Douro. 59 Menschen kommen ums Leben.

18. August 2002, Russland, Türkei: In der zentralrussischen Republik Tschuwaschien kommen bei einem Verkehrsunfall 24 Menschen ums Leben. Am selben Tag sterben bei einem Unfall auf einer Autobahn in der Nähe von Tarsus im Süden der Türkei 31 Menschen.

13. April 2003, Griechenland: 21 Schüler sterben bei einem Zusammenstoß zwischen einem Reisebus und einem Lastwagen.

17. Mai 2003, Frankreich: Ein deutscher Reisebus verunglückt in der Nähe von Lyon. 28 Menschen kommen ums Leben.

7. Juni 2003, Türkei: Am Eingang eines Tunnels in der Nähe der Stadt Erzincan im Osten der Türkei prallt ein Bus gegen eine Mauer. 27 Menschen sterben.

19. März 2004, Finnland: Beim Zusammenstoß eines Reisebusses mit einem Schwertransporter im Zentrum des Landes kommen 24 Menschen ums Leben. Die meisten von ihnen sind Jugendliche.

22. Juli 2007, Frankreich: Im Südosten Frankreichs stürzt ein Reisebus mit polnischen Pilgern in eine Schlucht. Dabei sterben 26 Menschen.

4. November 2008, Deutschland: Auf einer Autobahn in der Nähe von Hannover bricht Feuer in einem Reisebus aus. 20 überwiegend ältere Menschen sterben. Der Brand wurde vermutlich von einem unvorsichtigen Passagier ausgelöst, der auf der Bordtoilette geraucht hatte.

März/Juli 2009, Russland: Bei zwei Zusammenstößen zwischen Reisebussen und Lastwagen 150 Kilometer nordwestlich von Moskau und in der Nähe der südrussischen Stadt Rostow sterben insgesamt mindestens 50 Menschen.

12. Oktober 2010, Ukraine: 45 Menschen sterben bei der Kollision eines Reisebusses mit einem Zug in der Stadt Marganets im Zentrum der Ukraine.

21. Dezember 2010, Türkei: Ein Minibus und ein Schwertransporter prallen in der südöstlichen Provinz Diyarbakir aufeinander. Dabei kommen 25 Menschen ums Leben, darunter zahlreiche Studenten.

Schwere Unglücke in europäischen Straßentunneln:

Bei schweren Unfällen in europäischen Straßentunneln sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Im Folgenden ein Überblick:

21. Februar 2009 in Österreich: Im Tauerntunnel löst ein belgischer Reisebus einen Serienunfall aus. Neun Menschen werden verletzt. Das Unglück weckt Erinnerungen an ein Inferno in diesem Tunnel zehn Jahre zuvor: Am 29. Mai 1999 hatte ein mit Lackprodukten beladener Lastwagen bei einem Auffahrunfall eine Massenkarambolage und ein Feuer ausgelöst. Zwölf Menschen kamen ums Leben.

16. September 2006 in der Schweiz: Im Viamala-Tunnel prallt ein Bus mit einem Personenwagen zusammen. Bei dem anschließenden Brand sterben neun Menschen.

25. Dezember 2005 in Deutschland: Im Mauernried-Tunnel (Baden- Württemberg) prallt ein Personenwagen gegen die Tunnelwand und wird in den Gegenverkehr geschleudert. Fünf Insassen kommen ums Leben.

4. Juni 2005 zwischen Frankreich und Italien: Im Frejus-Tunnel gerät ein mit Reifen beladener Lastwagen in Brand. Die Flammen erfassen weitere Fahrzeuge. Zwei Menschen sterben.

7. Juni 2003 in Italien: Auf dem Weg an die Adria schrammt ein Doppeldecker-Bus aus Gladbeck in einem Tunnel bei Venedig an der Tunnelwand entlang und stürzt um. Sechs Tote.

24. Oktober 2001 in der Schweiz: Bei einem Brand im Gotthardtunnel kommen elf Menschen ums Leben. Zwei Lastwagen waren wenige Kilometer vor dem Südportal des Tunnels frontal zusammengeprallt.

17. Oktober 2001 in Dänemark: Am Ende des Guldborgsund-Tunnels prallt ein Laster auf ein Auto, weitere Fahrzeuge rasen in die Unglücksstelle. Fünf Tote.

6. August 2001 in Österreich: Im Gleinalmtunnel in der Steiermark sterben ein niederländisches Urlauberpaar und seine drei Kinder. Ihr Minivan gerät nach dem Zusammenstoß mit einem Auto in Brand.

24. März 1999 zwischen Frankreich und Italien: Im Montblanc-Tunnel geht ein belgischer Lastwagen in Flammen auf, das Feuer greift auf andere Fahrzeuge über. In dem Inferno sterben 39 Menschen.(APA)

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