Bush sagt Peru US-Hilfe im Kampf zu

Der amerikanische Präsident George W. Bush hat Peru die Unterstützung seines Landes im Kampf gegen den Terrorismus zugesagt.

„Dies ist einer der Gründe, weshalb ich hier bin“, sagte Bush nach einem Treffen mit Präsident Alejandro Toledo in der Hauptstadt Lima. Bush war am Samstagnachmittag unter drastischen Sicherheitsvorkehrungen in Lima eingetroffen. Am Mittwoch waren bei einem Bombenanschlag in unmittelbarer Nähe der US-Botschaft neun Menschen getötet und 40 verletzt worden. Niemand bekannte sich zu der Tat.

Bush sagte vor allem Hilfe bei der Abwehr einer möglichen Infiltration von Rebellen der marxistischen „Revolutionären Streitkräften Kolumbiens“ (FARC) zu, die er als „Terrorgruppe“ bezeichnete. Toledo betonte, bisher gebe es keine Erkenntnisse darüber, dass sich die FARC nach Peru ausbreiteten. Es würden aber Vorkehrungen gegen eine solche Entwicklung getroffen. Beide Präsidenten betonten, ihre Länder seien in einer „Allianz gegen den Terrorismus“ verbunden. Bush sagte, auch die Armut könne kaum überwunden werden, solange es Terrorismus gebe. Allerdings gilt gerade die weit verbreitete Armut auch als idealer Nährboden für linke Rebellengruppen.

Bush und Toledo haben auch einen gemeinsamen Kampf gegen den Drogenhandel vereinbart. Politischer und wirtschaftlicher Fortschritt seien abhängig von der Sicherheit in der Welt, sagte Bush bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Als Symbol für die stärkeren Bindungen zwischen beiden Ländern werde das US-Friedenskorps nach einer 30 Jahre langen Pause nach Peru zurückkehren, kündigte der US-Präsident an. Die ersten Freiwilligen sollten im August eintreffen. Zugleich sprach Bush den Opfern des Bombenanschlags vom Mittwoch sein „tiefes Mitgefühl“ aus.

Bush besucht als erster US-Präsident in der Geschichte beider Länder Peru. Nach seinen Gesprächen mit Toledo wollte Bush in Lima an einem Gipfeltreffen der Andenstaaten teilnehmen. Am Sonntag reist er nach El Slavador weiter, wo er unter anderem mit Staats- und Regierungschefs der zentralamerikanischen Staaten zusammenkommt.

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