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Bundesliga-Trainer sehen Rapid als ersten Salzburg-Jäger

Salzburg und Rapid sind die meistgenannten Titelfavoriten
Salzburg und Rapid sind die meistgenannten Titelfavoriten
Die Trainer der Fußball-Bundesliga erwarten in der kommenden Saison keinen Alleingang von Meister Red Bull Salzburg. Rapid ist dem Titelverteidiger näher gerückt, so der Tenor einer Umfrage, die die APA wenige Tage vor Saisonstart am Samstag unter den zehn Cheftrainern durchgeführt hat. Außenseiterchancen werden demnach auch Sturm Graz zugerechnet.


Zwar nannten alle zehn Übungsleiter Salzburg bei den Titelfavoriten. Zumindest sieben haben aber auch Rapid auf der Rechnung. “Ich denke, dass es einen guten Zweikampf gibt”, meinte etwa der neue Austria-Trainer Thorsten Fink. “Ich glaube, dass sie ein toller Konkurrent sein können”, ergänzte Altachs Damir Canadi. “Sturm Graz ist vielleicht noch ein Außenseitertipp.” Die Grazer kamen in der Umfrage auf vier Erwähnungen.

Die Trainer der Titelkandidaten gaben sich etwas defensiver. Rapid-Trainer Zoran Barisic schob den Salzburgern die Favoritenrolle zu. “Sie haben zwar einige Spieler verloren, aber einige hoch talentierte Neue bekommen und verfügen über die besten Mittel”, erklärte der Wiener. Salzburgs Neo-Coach Peter Zeidler formulierte es so: “Es gibt mehrere Titelfavoriten, dazu gehören auch wir.”

Unter Adi Hütter hatten sich die Salzburger im Vorjahr sechs Punkte vor Rapid durchgesetzt und ihren Titel erfolgreich verteidigt. Für Sturm-Coach Franco Foda sind die Bullen auch 2015/16 das Team, das es zu schlagen gilt. “Sie haben zwar den Trainer gewechselt, aber von den taktischen Vorgaben und der Spielphilosophie wird sich nicht viel ändern”, begründete der Deutsche.

Die Ex-Rapidler Dietmar Kühbauer (WAC/”Salzburg ist einen Tick vor Rapid, Rapid ist aber sicher näher gerückt”) und Peter Schöttel (Grödig/”Ich habe zwei Favoriten”) trauen den Grün-Weißen ihren ersten Meistertitel seit 2008 zu. Sturm haben neben Canadi auch Helgi Kolvidsson (Ried), Ernst Baumeister (Admira) und Ivica Vastic von Aufsteiger Mattersburg auf der Rechnung.

“Falls die Austria, die gute Einkäufe getätigt hat, einen guten Start hinlegt, könnte auch mit ihr zu rechnen sein”, meinte Baumeister. Zu den ernsthaften Titelkandidaten zählt die Wiener nach Rang sieben im Vorjahr sonst kaum jemand. Laut Baumeister werden die “großen Vier” die Sache in der kommenden Saison untereinander ausmachen. “Ich denke nicht, dass es heuer eine Überraschungsmannschaft geben wird, die sich da dazwischen schieben kann.”

Am ehesten wird diese Rolle wieder einmal dem Aufsteiger zugetraut. Die Latte für Mattersburg liegt hoch. In den vergangenen beiden Saisonen landeten die Neuankömmlinge Grödig und Altach jeweils auf Platz drei. Die halbe Liga nannte den Aufsteiger auch diesmal als Team, das überraschen könne. “Weil sie eingespielt sind und am Anfang von der Euphorie leben”, begründete Schöttel.

Auch Vastic hofft, bei seinem Comeback im Oberhaus eine wichtige Rolle zu spielen. “Vielleicht können wir die Überraschung sein”, sagte der Ex-Nationalspieler. Die erste Bewährungsprobe für die Burgenländer gibt es bereits am Samstag (16.00 Uhr) in der Auftaktpartie zu Hause gegen Salzburg.

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