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Bundesliga: Für Anschober ist deutsche Entscheidung von Interesse

Für die Entscheidung in der Bundesliga wird nach Deutschland geblickt.
Für die Entscheidung in der Bundesliga wird nach Deutschland geblickt. ©APA
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) blickt in Sachen Fußball auch nach Deutschland, wo für den Mittwoch eine Entscheidung angekündigt wurde.
Mannschaftstraining erst ab 15. Mai
Kogler sendet positive Signale

"Wir schauen uns natürlich auch in diesen Tagen internationale Erfahrungen an, in der Schweiz etwa, aber auch für uns von großem Interesse ist die Entscheidung, die in Deutschland unmittelbar bevorsteht und für morgen angekündigt ist", betonte Anschober auf eine entsprechende Frage zum Fußball am Dienstag.

Bundesliga: Was passiert bei einer Positiv-Testung?

Mit dem Sportministerium, dem sein Parteikollege Vizekanzler Werner Kogler vorsteht, sei man "in einem geordneten Gesprächsprozess". In den kommenden Tage gelte es, nun mit der Österreichischen Bundesliga "die sensibelste aller Fragen" zu klären, "nämlich was passiert, wenn es zu einer Positiv-Testung kommt, was sind die konkreten Konsequenzen", erklärte Anschober. Diesbezüglich müsse man "versuchen, da einen Konsens herzustellen. Das ist noch offen, da kann ich noch nicht vorgreifen, ob es funktioniert", sagte der Gesundheitsminister bei der Pressekonferenz in Wien.

Zehn Corona-Fälle in der deutschen Bundesliga

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer beraten am Mittwoch über mögliche Lockerungen in der Coronakrise. Trotz der am Montag bekannt gewordenen zehn Corona-Fälle in den 36 Clubs der 1. und 2. deutschen Bundesliga erhoffen sich die Fußball-Verantwortlichen eine positive Entscheidung für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ohne Zuschauer.

Denn für die Vereine geht es um viel Geld. Wird die Saison abgebrochen, würden dem Vernehmen nach bis zu 750 Millionen Euro fehlen. Mehrere Clubs wären akut von der Insolvenz bedroht. Betroffen wären nicht nur die 25 bis 30 Profis pro Verein, sondern etliche weitere Mitarbeiter. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) rechnete vor, dass durch den Fußball gut 56.000 Menschen beschäftigt sind. "Wir wollen keine Extrawurst, das ziemt sich auch nicht in diesen Zeiten. Aber wir sind ein Wirtschaftsunternehmen wie viele andere", betonte DFL-Chef Christian Seifert.

Bundesliga überlegt Aufnahme von Millionenkredit

Die Fußball-Bundesliga spekuliert mit der Aufnahme eines Millionenkredits. Damit könnten die wegen der Coronavirus-Pause unter massiven wirtschaftlichen Problemen leidenden Clubs der beiden höchsten Spielklassen unterstützt werden, bestätigte Liga-Vorstand Christian Ebenbauer am Dienstag gegenüber der APA. Dabei könnte es sich um einen zweistelligen Millionenbetrag handeln.

"Wir denken darüber nach, ob es sinnvoll ist, als Bundesliga ein Kreditdarlehen aufzunehmen und damit den Vereinen zu helfen", sagte Ebenbauer. Die Frage, unter welchen Kriterien das Geld verteilt werden würde, ist am Mittwoch auf der Bundesliga-Clubkonferenz und eventuell am Donnerstag bei der Außerordentlichen Hauptversammlung ein Thema. "Die Regeln müssten genau festgelegt werden. Es gibt ja auch eine Rückzahlungsverpflichtung", meinte Ebenbauer.

(APA/Red)

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