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Bundesliga-Anpfiff wieder mit Fans, aber auch Sorgen

Die Bundesliga-Trainer freuen sich bereits auf die neue Saison.
Die Bundesliga-Trainer freuen sich bereits auf die neue Saison. ©APA/HANS PUNZ
Die österreichische Fußball-Bundesliga freut sich auf die neue Saison, die sie wieder vor Fans austragen darf. Dennoch ist die Freude getrübt, einer weiteren Welle im Herbst blickt man mit Sorge entgegen.

Nach der EM rollt bald auch in Österreich in gut gefüllten Stadien wieder der Ball. Geimpfte, Genese und Getestete dürfen erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie ohne auferlegte Kapazitätsgrenzen in die Fußball-Arenen. Die Bundesliga und ihre Clubs freut die Rückeroberung der fast schon vergessenen Normalität, doch die Sorge nach einer sich wieder verschärfenden Corona-Situation spielt mit.

Bundesliga wieder mit Fans

"Die Fans und die Emotionalität kommen wieder zurück in die Stadien. Darauf freuen wir uns am meisten, denn Fußball ohne Fans ist nicht dasselbe", sagte Liga-Vorstand Christian Ebenbauer am Dienstag auf der Saisonauftakts-Pressekonferenz der Liga und von TV-Exklusivpartner Sky in Wien. Bei dieser wurde auch der neue Bewerbssponsor Admiral offiziell vorgestellt, der Dreijahresvertrag mit dem österreichischen Wettanbieter umfasst auch die 2. Liga.

Anpfiff am 23. Juli

Die Liga, die am 23. Juli mit der Partie Sturm Graz gegen Salzburg in die Meisterschaft startet, ist laut Ebenbauer dank des Sportligen-Fonds der Regierung "gut durch die Krise" gekommen. "Aber jetzt wollen wir wieder auf eigenen Beinen stehen. Wir hoffen, dass wieder konstant Zuschauer in die Stadien kommen dürfen und es so bleibt, wie es derzeit aussieht." Die Fortführung des Unterstützungsfonds über den Juli hinaus ist offen. "Es gab schon Gespräche, aber noch nicht, ob etwa bei Einschränkungen wieder Sponsorenausfälle kompensiert werden", sagte Ebenbauer.

Bundesligaclubs blicken mit Sorgen auf den herbst

Die Liga und die Clubs würden indes alles unternehmen, "um dafür zu sorgen, dass sich die Leute beim Besuch sicher fühlen", ergänzte Ebenbauer gegenüber der APA. Vorsicht sei aber mit Blick auf den Herbst geboten, sagte der Liga-Chef und erinnerte an das Vorjahr. "Da haben wir gemerkt, wie schnell es von 10.000 auf 3.000 und dann wieder zu Geisterspielen ging."

Nach der EM produziert der Fußball also auch hierzulande wieder emotionale Jubelbilder dicht gedrängter Menschen. Die Clubs freuen sich über Zuschauerinteresse, das laut ihnen nicht allzu weit unter Vor-Corona-Niveau liegt, und verkaufen derzeit ihre Tickets ohne Sitzplatz-Einschränkungen. Pläne über Schachbrettmuster-Anordnungen und frei zu lassende Sitzplätze bleiben tunlichst in der Schublade, es gelten die Verordnungen der jeweiligen Bundesländer.

Corona-Konzept für Stadien

Die Bundesligisten bauen im Wesentlichen auf ihr bestehendes Corona-Konzept mit unterschiedlichen Zonen (farblich markierten Gruppen) auf. Die 3G-Regel (geimpft, getestet, genesen) gilt als Zutrittsvoraussetzung. Gültig sind PCR-Tests (max. 72 Stunden) und Antigen-Schnelltests (max. 48 Stunden), Selbsttests sind nicht zulässig. Auch für die Fußball-Profis gibt es gemäß der 3G-Formel Erleichterungen: wer gemäß der aktuell gültigen Verordnungen als geimpft oder genesen gilt, muss nicht vor jedem Spiel und Training getestet werden.

(APA/red)

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