Bundeskanzleramt investierte unter Kern knapp 3,7 Mio. € in Öffentlichkeitsarbeit

Im Jahr 2017 gab es mehr Ausgaben für Inserate unter Kanzler Kern.
Im Jahr 2017 gab es mehr Ausgaben für Inserate unter Kanzler Kern. ©APA
Im Jahr 2017 war Christian Kern noch Bundeskanzler, in dieser Zeit investierte das Kanzleramt knapp 3,7 Millionen Euro in Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Informationsarbeit. Außerdem wurde auch mehr für Inserate und Medienkooperationen ausgegeben als unter seinem Vorgänger Werner Faymann.

Das Bundeskanzleramt gab 2017 unter dem damals noch roten Bundeskanzler Christian Kern insgesamt 3.693.448,28 Euro für Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Informationsarbeit aus. Die Gesamtausgaben für Inserate beziehungsweise “mediale Einschaltungen” beliefen sich auf 3.192.057,17 Euro. SPÖ-Chef Kern war bis 18. Dezember Bundeskanzler, danach übernahm ÖVP-Chef Sebastian Kurz das Kanzleramt.

Kanzleramt gab unter Kern knapp 3,7 Mio. € für Öffentlichkeitsarbeit aus

Diese Zahlen gehen aus einer parlamentarischen Anfrage des Grünen Bundesrats David Stögmüller hervor. Dieser forderte vom Kanzleramt Auskunft über die Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung und wollte wissen, wie viel für Inserate an einzelne Tages- und Wochenzeitungen gezahlt wurde. An “Kronen Zeitung”, “Heute” und “Österreich” gingen demnach 1.589.449,46 Euro. In der “Krone” wurde um knapp 894.000 Euro inseriert, in “Heute” um rund 442.000, in der Gratiszeitung “Österreich”, mit der sich Kern im Wahlkampf rund um die Affäre Silberstein überwarf, um etwas mehr als 253.000 Euro.

Der Großteil der Inserate bezog sich auf die “Digital Roadmap” sowie den Beschäftigungsbonus, ein Kernanliegen der SPÖ. Alles in allem wurden 215 Inserate in 24 Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Magazinen oder Fachzeitungen geschalten. Auch zwei Medienkooperationen mit der Wochenzeitung “Falter” (77.800 Euro für das Special “was bedeutet öffentlich-rechtlich?”) und der “Europäischen Rundschau” (15.000 Euro für Gedenkjahr 100 Jahre Republik) listet das Kanzleramt in der Anfragebeantwortung auf.

Mehr Ausgaben für Inserate als unter Faymann

Das Bundeskanzleramt gab laut diesen Zahlen unter Kern im Vorjahr mehr für Inserate und Medienkooperationen aus, als es dies unter dem wegen seiner Inseratenpolitik viel kritisierten Kern-Vorgänger Werner Faymann tat. 2015, im letzten vollen Amtsjahr des damaligen SPÖ-Kanzlers Faymann, meldete das Kanzleramt rund 2,6 Mio. Euro an Ausgaben für Inserate an die Medienbehörde.

(APA/Red)

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