Bundesheer soll einen Teil seiner Panzer einmotten

Betriebs- und Wartungskosten sind einzusparen
Betriebs- und Wartungskosten sind einzusparen ©APA (Hochmuth)
Das Bundesheer könnte im Zuge der geplanten Einsparungen große Teile der Panzertruppe einmotten. Das Großgerät der Panzertruppe, aber auch die Panzerhaubitzen der Artillerie sollen in einen Tiefschlaf versetzt werden, um Betriebs- und Wartungskosten zu sparen. Wie viele der Panzer eingemottet werden sollen, steht nicht fest. Es könnte etwa die Hälfte sein, meinte Verteidigungsminister Darabos.

Das Bundesheer verfügt über 114 Leopard-, 112 Ulan-, 48 Kürassier-Panzer und 80 Panzerhaubitzen M 109. Der angedachte Tiefschlaf könnte Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe bringen. Alleine beim Treibstoff gebe es einiges an Sparpotenzial. Ob auch andere Geräte in der Luft oder am Boden betroffen sein könnten, bezeichnete Darabos als “möglich”.

Darabos bekräftigte neuerlich, dass keine Waffengattungen abgeschafft werden, sondern nur “heruntergefahren”. Einmotten sei auch für das Gerät besser, als wenn es zu wenig bewegt werden würde. Darabos warf die Frage auf, ob die Einkäufe seiner Vorgänger sinnvoll gewesen seien.

Ein genaues Spar-Konzept soll über den Sommer ausgearbeitet und im Herbst gemeinsam mit den Sparplänen aller anderen Ressorts vorgestellt werden. Das Verteidigungsressort liegt mit 3,5 Prozent an Kürzungsvorgaben im oberen Bereich. Größere Rationalisierungen kündigte Darabos auch im Verwaltungsbereich und bei der EDV an.

Bei der Truppe will er hingegen nicht sparen, bekräftigte der Minister anlässlich der offiziellen Übergabe des neuen digitalen Truppenfunksystems “Conrad”. Das System mit rund 5.000 Funkgeräten hat 80 Mio. Euro gekostet und bedeute für das Heer eine “technische Revolution”, sagte Darabos. Es hat eine Reichweite von acht bis 30 Kilometer und eine Lebensdauer von maximal 30 Jahren.

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