Bundesheer löst Waldbrand mit Signalpatrone aus

Fünf Feuerwehren löschten gemeinsam mit Soldaten den Brand.
Fünf Feuerwehren löschten gemeinsam mit Soldaten den Brand. ©APA/BM D.V. STEFAN RIEMELMOSER
Ein "unglücklicher Zufall" sorgte am Mittwoch für einen Großeinsatz der Feuerwehren in der Steiermark. Eine sogenannte Signalpatrone des Bundesheeres löste einen großflächigen Waldbrand aus.
Feuerwehr im Löscheinsatz

Fünf Feuerwehren und das Bundesheer haben am Mittwochnachmittag einen Waldbrand oberhalb der Schießanlage Ortnerhof in St. Michael im obersteirischen Bezirk Leoben bekämpft. Gegen 19.00 Uhr konnte “Brand aus” gegeben werden, Soldaten blieben als Brandwachen zurück.

Bundesheer-Signalpatrone löste Waldbrand aus

Das Feuer war durch eine sogenannte Signalpatrone ausgelöst worden, wie das Heer am Donnerstag auf APA-Anfrage mitteilte. Es war kurz vor 15.00 Uhr in der Vorderlainsach in St. Michael entstanden. Betroffen war ein rund ein Hektar großes steiles Waldstück oberhalb des Schießplatzes Ortnerhof, wie die Feuerwehr St. Michael mitteilte.

Soldaten des in der nahen Landwehrkaserne stationierten Jägerbataillons 18 hatten nahe des Gehöfts Ortnerhof eine Gefechtsausbildung durchgeführt. Die von einem Unteroffizier aus einer Leuchtpistole 57 (LP57) abgefeuerte “Signalpatrone weiß” diente dazu, einen MG-Trupp anzuzeigen, das Feuern mit Übungsmunition auf ein anderes Ziel zu richten. Dabei fiel die offenbar nicht gänzlich ausgeglühte Signalpatrone auf den Steilhang. Etwa 30 Minuten später brach dort der Brand aus.

Feuer war “unglücklicher Zufall”

“Es handelte sich um einen unglücklichen Zufall”, sagte Oberst Christian Fiedler, Presseoffizier des Militärkommandos Steiermark, am Donnerstag zur APA. Normalerweise glühten die Patronen in der Luft aus, bevor sie am Boden landeten. Sicherheitsvorschriften seien nicht verletzt worden. Es habe auch kein Schussverbot geherrscht, weil es am Vortag geregnet hatte. Betroffen war eine Bundesheer-Liegenschaft, kein Privatgrund.

Die Feuerwehr St. Michael wurde kurz vor 15.00 Uhr von den Soldaten alarmiert. Da sich der Brand sehr schnell ausbreitete, wurden vom Einsatzleiter noch die Feuerwehren Madstein-Stadlhof, St. Stefan ob Leoben, Leoben Göss und Leoben Stadt angefordert. Das Löschwasser wurde mittels Pendelverkehr von vier Tanklöschfahrzeugen oberhalb der Brandstelle gebracht.

Die Feuerwehr wurden bei den Löscharbeiten auch durch Soldaten des Jägerbataillons 18 unterstützt, welche auch die Brandwache über Nacht stellen.

(APA/Red)

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