Bundesheer erwartet Rekord an Freiwilligen

Bisher wollen 1.978 Männer und Frauen zum Heer
Bisher wollen 1.978 Männer und Frauen zum Heer ©APA (Fohringer)
Das Bundesheer erwartet einen Rekord an Freiwilligen. Schon im ersten Halbjahr gab es fast 2.000 Meldungen, während man im ganzen Vorjahr 3.723 Meldungen und 2008 sogar "nur" 2.704 zählte. Das geht aus den aktuellen Daten des Heeres hervor, die der APA vorliegen. Ein Grund für den starken Ansturm könnte die angespannten Arbeitsmarktsituation und die damit zusammenhängende Unsicherheit seien.

Fakt ist jedenfalls, dass sich bis dato 1.978 Männer und Frauen freiwillig für das Bundesheer gemeldet haben, bis Ende des Jahres dürften es über 4.000 werden. Von den Freiwilligen für den Ausbildungsdienst waren im (nicht ganz) ersten halben Jahr 174 Frauen. Im ganzen Jahr 2009 meldeten sich 302 Frauen von insgesamt 3.723 Freiwilligen, 2008 waren es 228 von 2.704 und 2007 wollten 249 Frauen von insgesamt 2.771 beim Heer dienen.

Tatsächlich einberufen wurden 2009 rund 1.660, davon 123 Frauen. Im heurigen Jahr wurden bisher 470 Männer und 12 Frauen für den Ausbildungsdienst einberufen. Inklusive der im September erwarteten 400 bis 500 einjährig Freiwilligen rechnet man beim Bundesheer damit, die Vorjahreszahlen “deutlich zu übertreffen”.

Verteidigungsminister Darabos sieht “das große Interesse” als Zeichen dafür, “dass das Bundesheer bei den Jungen ‘zieht’ und ein attraktiver Arbeitgeber ist. Es genießt allen Unkenrufen zum Trotz hohes Ansehen in der Bevölkerung”. Gerade angesichts einer schwierigen Arbeitsmarktsituation sei “es wichtig, jungen Menschen Perspektiven zu geben” und das tue das Bundesheer, so Darabos.

Insgesamt sucht das Militär heuer 2.000 neue Soldaten. Konkret braucht man 1.300 für den Ausbildungsdienst und weitere 700 bereits gediente für den Auslandseinsatz. In der Verwaltung soll hingegen Personal eingespart werden. Ein Stufenplan sieht bis 2014 durch natürliche Abgänge einen Abbau von 1.000 Planstellen vor.

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