Bundesheer-Affäre: erste Maßnahmen

Symbolbild &copy Bilderbox
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Verteidigungsminister Günther Platter (VP) zieht nach Bekanntwerden vermeintlicher Misshandlungen von Bundesheerrekruten erste Konsequenzen. Es werde mit "voller Härte" in den Fällen vorgegangen - Dienstsuspendierungen folgen.

Der zuständige Bataillon-Kommandant, der Kompanie- sowie Gruppenkommandant der Kaserne Freistadt wurden mit sofortiger Wirkung vom Dienst enthoben, sagte Platter bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Generalmajor Christian Segur-Cabanac. Weiters werde gegen diese Personen ein Disziplinarverfahren eingeleitet, so Platter.

Darüber hinaus sei heute Vormittag ein erster Zwischenbericht an die Staatsanwaltschaft übermittelt worden, meinte der Verteidigungsminister. Und er habe eine schriftliche Weisung an alle Soldaten ausgegeben, wonach die Übergriffe „unakzeptabel“ seien und mit „voller Härte“ dagegen vorgegangen werde. Die Vorgangsweise in der Kaserne Freistadt würden in keinster Weise den Anforderungen entsprechen, wie im österreichischen Bundesheer mit Rekruten umzugehen sei und stünde in „krassem Widerspruch“ zu geltenden Bestimmungen, erläuterte Platter. Er sprach wörtlich von einem „Bündel an Fehlverhalten“, es würden „zweifellos Übergriffe“ vorliegen. Von Folter könne man allerdings nicht sprechen, ergänzte Segur-Cabanac.

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