Bulgarien hält an Atomkraftwerk Belene fest

Bulgarien hat den umstrittenen Bau des Atomkraftwerks Belene an der Donau doch nicht auf Eis gelegt. "Das Projekt wird umgesetzt", sagte Regierungschef Bojko Borissow am Freitag im Parlament.
Bulgarischer Präsident will Referendum

Borissow hatte erst vor zwei Wochen erklärt, dass Bulgarien den Bau aus Geldmangel vorerst nicht umsetzen werde. Über die Finanzierung gibt es bis dato noch keine Details.

Das zweite Kernkraftwerk nach Kosloduj sollte vom russischen Atomstroiexport gebaut werden. Nach dem Rückzug des deutschen Energiekonzerns RWE Ende 2009 aus dem Projekt sucht Bulgarien nun einen neuen strategischen Investor. Sofia wolle in Belene kein Geld mehr investieren, erklärte der Wirtschafts- und Energieminister, Trajtscho Trajkow, während der parlamentarischen Anhörung. Sofia hat bisher bereits zwei Milliarden Lewa (1,023 Mrd. Euro) investiert. Die Gesamtkosten wurden ursprünglich auf rund vier Milliarden Euro beziffert, Premier Borissow schätzt sie auf mehr als 8 Milliarden Euro.

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