Brutale Überfälle auf Wiener Geschäfte: Drei junge Rumänen verurteilt

Drei junge Rumänen sind am Montag im Wiener Landesgericht für Strafsachen von einem Schwurgericht wegen mehrere brutaler Raubüberfälle sowie Diebstahl zu sechs bis zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

Die Männer im Alter von 22 bis 26 Jahren hatten es ausschließlich auf Geschäfte mit weiblichen Angestellten abgesehen. Die Opfer wurden mit einer täuschend echt aussehenden Gaspistole bedroht, teilweise misshandelt, niedergeschlagen und geknebelt. Einer der Kriminellen, der mutmaßliche “Kopf der Bande”, hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Insgesamt 4.000 Euro sowie Fahrscheine und Lose hat das geständige Trio im Juli und August 2007 bei den Überfällen in wechselnder Besetzung erbeutet. Ausgegeben haben die drei das Geld für Prater-Besuche und andere Vergnügungen, so die Anklage. Auch zwei Einbruchsdiebstähle gehen auf das Konto der Bande: Elektrogeräte im Wert von mehr als 1.000 Euro sowie Fotoapparte ließen die Rumänen dabei mitgehen.

Abgesehen hatten es die jungen Männer vor allem auf Trafiken. Außerdem wählte das Trio nur Geschäfte mit weiblichen Verkäufern, die Filialen lagen durchwegs in Gegenden, in denen zu bestimmten Zeit nur wenige Menschen unterwegs waren.

Die Opfer erlitten durch die Übergriffe langanhaltende psychische Schäden. Bei ihren Drohungen setzten sie die Gaspistole direkt an den Kopf der Frauen und knebelten ihnen den Mund mit einem Klebeband. Einige der Angestellten wurden außerdem niedergeschlagen oder zu Boden gestoßen. Eine Frau schlugen die Männer mit der Waffe ins Genick und würgten sie.

Als Kopf der Bande gilt ein 24-jähriger Rumäne, der insgesamt wegen sechs Überfällen für schuldig befunden wurde. Das Schwurgericht verurteilte den Mann wegen der zahlreichen Taten zu zwölf Jahren Haft, er legte Berufung ein. Wegen einer Verdachtslage wurde er freigesprochen.

Sein 26-jährige Komplize, der bereits eine Vorstrafe in Österreich hat, muss acht Jahre hinter Gitter, er hat das Urteil angenommen. Auch der dritte Täter, ein bisher ungescholtener 22-Jähriger nahm dem Schuldspruch – sechs Jahre Freiheitsstrafe – an. Gegen zwei weitere Männer, die bei den Überfällen teilweise beteiligt waren, gibt es ein gesondertes Verfahren.

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