Brown: "Keine Verschwörung" Lockerbie-Freilassung

Bei der Begnadigung des Lockerbie-Attentäters Megrahi haben Ölgeschäfte oder andere Wirtschaftsinteressen nach Darstellung des britischen Premierministers Brown keine Rolle gespielt. "Es gab keine Verschwörung, kein Vertuschen, keine Doppelzüngigkeit, kein Ölgeschäft, kein Einfluss auf schottische Minister und kein Versprechen an Gaddafi", sagte Brown am Mittwoch bei einem Termin in Birmingham.

Gleichzeitig betonte er aber, dass die “strategischen Beziehungen” zu Libyen wichtig seien. Es sei im Interesse Großbritanniens, das Libyen wieder in die internationale Gemeinschaft zurückkehre. Das Land spiele eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Terror.

Die schottische Regierung hatte den krebskranken Libyer Megrahi am 20. August begnadigt und in seine Heimat entlassen. Brown steht seit Tagen unter Druck, weil er seine Meinung zu dem Fall bisher nicht öffentlich gemacht hatte. Bei dem Anschlag auf eine Maschine der US-Airline PanAm über dem schottischen Ort Lockerbie im Dezember 1988 kamen 270 Menschen ums Leben.

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