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Brösel rund ums Palais Schönburg

Geplante Flächenumwidmung am Wiener Palais Schönburg sehr umstritten - Anwohner drohen mit dem Auswandern - Bezirksvertretung will am 7. Mai dagegen stimmen.

Auf heftige Gegenwehr der Bürger stieß am Mittwochabend die Präsentation der Flächenumwidmungspläne für das Wiener Palais Schönburg. Vor rund 150 Personen präsentierten Vertreter der zuständigen Magistratsabteilung (MA21) ihren Vorschlag, über den am 7. Mai zunächst die Bezirksvertretung Wieden und später der Wiener Gemeinderat abstimmen soll. „Wir geben keine Blankoumwidmung ab“, kündigte Bezirkvorsteherin Susanne Reichard (V) die Ablehnung des Vorschlags an.

Da kein neues Nutzungskonzept der Eigentümer und keine Garantie vorliege, dass das Palais nach einer Umwidmung auch saniert werde, sehe sie keinen Grund, ihre ursprüngliche Haltung zu ändern, die auf ein kulturelles Konzept abziele.

Gespräche, aber keine Einigung
Zwar habe es immer wieder Gespräche mit dem Grundeigentümer gegeben, jedoch habe keinerlei Einigung erzielt werden können, bedauerte Hans-Dieter Kraner von der MA21. „Es gibt sehr schwierige Grundeigentümer“, so der Beamte diplomatisch.

Als Kompromissvorschlag sah Kraner nun den neuen Entwurf, der die Errichtung zweier Seitentrakte in den Dimensionen des ehemaligen Bestandes erlauben würde, was zwei Gebäuden a zehn Metern Breite, 8,50 Metern Höhe und mit einer Länge von 40 Metern entspräche.

Bewohner drohten mit dem Auswandern
Den heftigsten Widerspruch seitens der aufgebrachten Zuhörerschaft – von der Teile im Falle der Umsetzung der Pläne sogar ihr Auswandern ankündigten – erntete allerdings der Vorschlag einer Tiefgarage, die auf 40 Stellplätze angelegt wurde und für die, laut Kraner, bis zu 25 Bäume fallen müssten.

Die meisten Redner befürchteten, dass nach einer erfolgten Umwidmung das Objekt mit Gewinn verkauft werde. So wurde aus dem Publikum der Vorwurf erhoben, dass die Liegenschaft, die in den 70ern für umgerechnet eine Mio. Euro erworben wurde, auf dem Immobilienmarkt bereits für zehn Mio. angeboten würde. Die Entscheidung darüber, ob die neue Widmung – die rechtlich bis 2006 erfolgen muss – Zubauten erlaube, sei aber eine politische.

Am Montag war indes ein neuer Bauwunsch des Besitzers bekannt geworden. Dieser sieht zusätzlich einen Wohnblock hinter dem Palais vor, der eine Gesamthöhe von 25,5 Metern erreichen könnte. Dieser habe zwar keine Chance auf Umwidmung, versicherte Kraner. Die meisten Redner vermuteten dahinter allerdings eine bewusste Verzögerungstaktik.

Vertreter aller großen Bezirksfraktionen kündigten an, am 7. Mai gegen den Flächenumwidmungsplan zu stimmen. Damit läge der Ball wieder einmal beim Gemeinderat.

Service:
Die Pläne der Eigentümer und der MA21 sind auf der Internetseite einer Bürgerinitiative einsehbar.

Redaktion: Claus Kramsl

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