Büromieten in Wien klettern auf Rekordhöhen

Die Geschäftsmieten in Wien sind im Jahr 2007 auf ein Rekordniveau geklettert. Dies geht aus einem aktuellen Bericht der CPB-Immobilientreuhand hervor. Die Preisschere zwischen den Toplagen und durchschnittlichen Standorten gehe weiter auf.

In den nächsten Jahren werde sich die Marktsituation zudem durch die Öffnung mehrerer großer Einkaufszentren im innerstädtischen Bereich spürbar verändern.

Die steigenden Umsätze im Einzelhandel hätten die Nachfrage nach Geschäftslokalen angekurbelt, heißt es im “Geschäftsflächenbericht 2007” des Wiener Immobilientreuhänders. Hauptprofiteure waren dabei die Toplagen. “Heuer habe man bei Neuvermietungen Preise erzielt, die man bisher in Wien nicht einmal annähernd erreichen konnte.” Preislich hat die Bundeshauptstadt damit an Einkaufsmetropolen wie etwa Mailand aufgeschlossen. So wurde etwa am Kohlmarkt in der Wiener Innenstadt eine Quadratmeter-Miete von 390 Euro erzielt.

Die wachsende Preiskluft zwischen Toplagen und Durchschnittslagen sei eine Folge der weiter zunehmenden Filialisierung, so CPB-Chef Ehlmaier. “Die großen internationalen Ketten entscheiden nach sehr strengen Standortkriterien und damit fokussiert sich die Nachfrage auf eine beschränkte Zahl von Einkaufszentren und Geschäftsstraßen.” So sei mit dem Wiener Stadion Center mit seinen 21.000 Quadratmetern das größte innerstädtische Einkaufszentrum der vergangenen Jahre eröffnet worden. In wenigen Jahren werden weitere EKZ bei den Bahnhöfen Wien Mitte, Westbahnhof und Hauptbahnhof folgen.

Bei Fachmarktzentren gibt es einen Trend zu einer höheren Quadratmeteranzahl. Mit überdachten Verbindungen zwischen den verschiedenen Geschäftslokalen werde auf mehr Qualität gesetzt. In Folge komme es zu Konzentrationsprozessen. Die Betreiber kleinerer Fachmarktzentren könnten dabei unter zunehmenden Expansionsdruck geraten, um sich zu behaupten.

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