Britischer Missbrauchsskandal auch auf St. Helena

Außenminister Hammond ist um Aufklärung bemüht
Außenminister Hammond ist um Aufklärung bemüht
Der sich durch alle gesellschaftlichen Schichten ziehende Missbrauchsskandal in Großbritannien hat nun auch das Überseegebiet St. Helena im Südatlantik erreicht. Ermittlungen hätten Hinweise darauf ergeben, dass die Behörden von St. Helena gemeinsam mit dem britischen Außenministerium und dem Ministerium für Entwicklungshilfe Fälle von Missbrauch vertuscht hätten.


Außenminister Philip Hammond setzte am Donnerstag eine eigene Kommission ein, die dem Problem auf den Grund gehen soll. Großbritannien wird derzeit von einer Welle von Missbrauchsaffären erfasst, die sich zum Teil bereits vor Jahrzehnten zugetragen haben sollen. Betroffen von den Vorwürfen sind die Polizei, der öffentliche-rechtliche Sender BBC, das Gesundheitswesen, Schulen, Sozialdienste, die Politik und viele andere Einrichtungen. Tausende mutmaßliche Opfer hatten sich den Behörden offenbart.

Auf St. Helena, wo einst Napoleon in Verbannung leben musste, stehen Polizeikräfte und Behördenvertreter im Verdacht, Missbrauch von Kindern und Jugendlichen geduldet zu haben. Nach Angaben von Außenminister Hammond war es in der Vergangenheit bereits zu Festnahmen gekommen. “Es muss aber noch mehr getan werden”, heißt es in dem Statement Hammonds.

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