Bürgermeister von L'Aquila: "Die Stadt stirbt, helft uns"

Der Bürgermeister der vom ver­heerenden Erdbeben im April 2009 zerstörten Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila hat einen dramatischen Appell an die Medien gerichtet, die Stadt nicht zu vergessen. "Die Stadt stirbt, helft uns!", sagte Massimo Cialente. "Obwohl wir provisorische Wohnungen und Schulen errichtet haben, ist die Wirtschaft in der Gegend zusammengebrochen und der tatsächliche Wiederaufbau der Stadt hat noch nicht begonnen", erklärte Cialente.
Starkes Beben in Abruzzen
Nachbeben in den Abruzzen

“Bald werden wir wieder beginnen müssen, Steuern zu zahlen. Der Wiederaufbau ist lahmgelegt, weil es keine Ressourcen gibt. Die Medien dürfen uns nicht jetzt vergessen, da wir dringend Hilfe brauchen”, sagte der Bürgermeister. Er klagte, dass nur ein minimaler Teil der für den Wiederaufbau vorgesehenen Staatsgelder eingetroffen seien. “Ohne Mittel kann der Neuaufbau nicht beginnen”, meinte Cialente.

Bürokratische Hindernisse und Streit zwischen den Behörden über die Finanzierung erschweren den Beginn der Arbeiten. Tonnen Schutt türmen sich noch über ein Jahr nach der Katastrophe in den Gassen des Zentrums. Bei dem Erdbeben waren 308 Menschen gestorben, mehr als wurden 1.600 verletzt.

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