Bärenmutter "Jurka" im Südtirol "verhaftet"

Das neunjährige Bären-Weibchen, das immer wieder Schafe und Hühner reisst und in bewohnten Gegenden sein Unwesen treibt, wurde von den Trentiner Förstern in den Wäldern der Gemeinde Terres gestellt.

Vor drei Monaten hatte die Provinz Trient bei dem Umweltministerium in Rom einen Antrag eingereicht, um die Bärenmutter zu „delogieren“. „Jurka“ wurde mit einer Narkosespritze betäubt, die mit einem Gewehr aus einer Entfernung von 15 Metern geschossen wurde. Die 130 Kilo schwere Bärin wurde in ein Gehege eingesperrt und befindet sich in gutem Zustand.

Nach Angaben des italienischen Umweltministeriums könnte „Jurka“ in ein Gebiet gebracht werden, wo sie weniger Schäden anrichten soll.

Im Januar wurde „Jurka“ plötzlich mit ihren drei Jungen auf den Skipisten von Madonna di Campiglio gesehen und von hunderten Touristen fotografiert. In 36 Fällen wurden sie in bewohnten Ortschaften gesichtet. In einem Fall konnte sie sogar die Tür eines Hauses eindrücken.

„Jurka“ wurde mit einem Peilsender versehen, um sie davon abzuhalten, zu nahe in besiedelte Gebiete vorzudringen. Da man sie trotz dieser Massnahme von ihren Streifzügen nicht abhalten konnte, entschloss man sich, Jurka einzufangen.

„Jurka“ ist die Mutter des im Bündner Münstertal gesichteten Bären mit der Bezeichnung „JJ3“.

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