Bremen machte dank Prödl Schritt zum Klassenerhalt

Verteidiger als Stürmer
Verteidiger als Stürmer
Sechs Runden vor Saisonende kann Werder Bremen in der deutschen Fußball-Bundesliga aufatmen. Dank eines Kopfballtreffers von Sebastian Prödl in der letzten Spielminute zum 2:1-Auswärtssieg bei Hannover 96 geht Werder mit einem Polster von acht Punkten auf die Abstiegsränge ins Saisonfinish. Die Traditionsclubs aus Nürnberg, Stuttgart und Hamburg müssen dagegen zittern.


Nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Runden waren die Bremer wieder in den Abstiegskampf geraten, nun ist der Klassenerhalt zum Greifen nahe. “Unser Leitsatz war vor der Partie, dass wir den Abstand nach unten vergrößern wollten. Das war ein hartes Stück Arbeit und sehr intensiv für den Kopf”, erklärte Matchwinner Prödl nach seinem zweiten Saisontor. Das erste hatte der ÖFB-Teamverteidiger erst am Dienstag (1:3 gegen Wolfsburg) erzielt.

Für den 26-Jährigen, der vom Fachmagazin “kicker” zum besten Spieler der Partie bestimmt wurde, war der Sieg ein wichtiger Schritt zum Klassenerhalt, dem allerdings weitere folgen sollen. “Heute waren wir der Gewinner des Spieltags. Bei den letzten beiden Spieltagen waren wir der Verlierer des Spieltags. So ist der Abstiegskampf und wir tun gut daran, an diese Leistung anzuknüpfen”, wurde Prödl auf der Vereinshomepagezitiert.

Erleichterung herrschte auch bei seinem Landsmann Zlatko Junuzovic, der maßgeblich am Siegestreffer beteiligt war. Junuzovic hatte den Eckball herausgeholt, den er selbst ausführte – Prödl verwertete schließlich die Verlängerung von Caldirola aus kurzer Distanz. “Das zweite Tor war natürlich etwas glücklich, aber verdient. Wir haben uns das Glück erzwungen”, sagte Junuzovic, der die Bremer Erfahrung im Abstiegskampf als wichtigen Trumpf sieht. “Bei aller Kritik sind wir eine Mannschaft, die unter Druck bestehen kann. Wir haben da einen Vorteil gegenüber den anderen Teams”, ist der ÖFB-Teamspieler überzeugt.

Die anderen Teams, das sind neben Aufsteiger Eintracht Braunschweig (22 Punkte) die Traditionsteams Hamburger SV (24), VfB Stuttgart (24) und 1. FC Nürnberg (26). Zwei Vereine steigen definitiv ab, der Drittletzte spielt Relegation. Der HSV, als einziges Bundesliga-Gründungsmitglied noch nie abgestiegen, rutschte mit einem 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach auf Rang 17 ab. “Die Lage ist weiter bedrohlich. Wir müssen jetzt die guten Dinge betonen”, gab Trainer Mirko Slomka Durchhalteparolen aus.

In Stuttgart haderte man nach der 2:3-Niederlage nach 2:0-Führung gegen Borussia Dortmund. “Es gibt eine Statistik, dass wir 28 Punkte nach Führung verloren haben. Das gab es, glaube ich, noch nie”, rechnete VfB-Sportvorstand Fredi Bobic vor. Torhüter Sven Ulreich vermutete gar eine höhere Macht als Ursache: “Das Schicksal möchte nicht, dass wir Spiele gewinnen. Momentan ist es wie verhext, sehr enttäuschend.”

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