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Brand in FPÖ-Landesgeschäftsstelle in NÖ: Fahndung nach Brandleger

Die Flammen konnten rasch gelöscht werden.
Die Flammen konnten rasch gelöscht werden. ©APA/HELMUT FOHRINGER
In der Nacht auf Montag ist es in der Landesgeschäftsstelle der FPÖ NÖ zu einem Brand gekommen. Der Brand soll gelegt worden sein, nun wird nach dem Verursacher gefahndet.
Bilder vom Tatort

In der Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich in St. Pölten ist es in der Nacht auf Montag zu einem Brand gekommen. Die Flammen in einem Lagerraum wurden rasch gelöscht, bestätigte Polizeisprecher Johann Baumschlager einen Bericht des ORF Niederösterreich. Das Feuer wurde dem Sprecher zufolge "offensichtlich" gelegt, eine Fahndung wurde aufgenommen.

NÖ: Taxilenker sah Person flüchten

Der Brand wurde gegen 2.00 Uhr von einem Taxifahrer bemerkt und gemeldet. Der Mann sah laut Exekutive eine Person vom Gelände in der Purkersdorfer Straße flüchten. Am Gebäude entdeckten der Lenker und ein Fahrgast auch drei eingeschlagene Fensterscheiben.

Vier Personen am Werk

"Der gezielte Brandanschlag auf unsere Landesgeschäftsstelle ist ein Ausdruck politischen Hasses und roher Gewalt", reagierte FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer in einer Aussendung. Vier vermummte Täter hätten sich in der Zeit von 1.40 bis 2.07 Uhr Zugang zum Parkplatz der Parteizentrale in der Purkersdorfer Straße 38 in St. Pölten verschafft "und mit vorbereiteten Molotowcocktails versucht, das gesamte Gebäude in Brand zu setzen". Die Täter hätten dabei "auch den Tod von Menschen in Kauf genommen", verwies Landbauer darauf, dass gerade in Vorwahlzeiten Mitarbeiter regelmäßig in der Landesgeschäftsstelle übernachten würden und dass auch Nachbarhäuser in Gefahr kommen hätten können.

Mutmaßlicher Täter setzte sich selbst in Brand

Die Täter, die auf das Geländer der Landesgeschäftsstelle eingedrungen waren, hätten einen Korb mit Molotowcocktails und kindskopfgroße Steine bei sich gehabt, hieß es in der Aussendung der Landes-FPÖ weiter. Bei einer ersten Angriffswelle seien die brennenden Flaschen gegen die Fassade und durch eingeschlagene Fenster in den Lagerraum geworfen worden. "Auf dem Überwachungsvideo ist auch zu sehen, wie in der Hektik zwei der Täter zusammenstießen, wobei einer der Täter versehentlich selbst die Oberbekleidung angezündet hat."

Die Vermummten seien daraufhin vom Tatort geflohen. Um 2.07 seien zwei Personen zurückgekehrt und hätten versucht, "das Werk fortzusetzen. Sie schlugen mit einem Stein ein weiteres Fenster ein, warfen zwei Molotowcocktails in den Lagerraum und flohen dann über die Purkersdorfer Straße in Richtung Norden", so die Landespartei. "Der Anschlag auf die FPÖ-Zentrale ist auch ein Anschlag auf die Demokratie", betonte Landbauer.

Von dem mutmaßlich gelegten Brand in der FPÖ-Landesgeschäftsstelle in St. Pölten gebe es Videoaufnahmen, die auch veröffentlicht würden, teilte ein Parteisprecher am Montag in der Früh auf Anfrage mit. Vier vermummte Personen seien mit Brandbeschleunigern am Werk gewesen. Einer der Verdächtigen soll sich selbst angezündet haben.

FPÖ-Landesgeschäftsstelle nach Brand in Ermittlerhand

Nach dem mutmaßlich gelegten Brand ist die weiträumig abgesperrte FPÖ-Landesgeschäftsstelle in der St. Pöltner Purkersdorfer Straße 38 fest in Ermittlerhand. Es herrscht hektische Betriebsamkeit, von weiß gekleideten Beamten werden Spuren gesichert. Für externe Beobachter deutlich sichtbar wird der Vorfall, der sich in der Nacht auf Montag zugetragen hat, an der Vorderfront des Gebäudes.

An zwei Fenstern ist zersprungenes Glas zu erkennen. Außerdem finden sich Spuren von Rauch an mehreren Stellen der Fassade. Ein Ermittler tippt die neuesten Erkenntnisse direkt vor dem Gebäude im Sitzen in einen Laptop ein.

Ein offenes Tor lässt einen Blick in das Innere der betroffenen Lagerräume zu. In größeren und kleineren Kartons wird hier offenbar unter anderem Werbematerial aufbewahrt. Während ein Plakat an der Einfahrt auf den "Blauen Montag" am Wachauer Volksfest in Krems am 26. August hinweist, ist vor der Landesgeschäftsstelle zum heutigen Wochenstart kein Platz für Wahlkampftöne.

Hafenecker: "Quartett von Linksextremisten" am Werk

Ein "Quartett von Linksextremisten" hat laut FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker den mutmaßlichen Brandanschlag auf die freiheitliche Landesgeschäftsstelle in St. Pölten verübt. "Dass man offensichtlich die Gefährdung von Leib und Leben freiheitlicher Mitarbeiter aber auch von Anrainern in Kauf genommen hat, lässt mich erschaudern", betonte der Parteimanager in einer Aussendung.

Es stelle sich natürlich die Frage, "wie weit solche Anarchisten, die von SPÖ, Grünen und NGOs wie SOS-Mitmensch gestützt und beschützt werden, noch bereit sind zu gehen", sagte Hafenecker weiter. Er forderte eine rasche Aufklärung durch die Behörde und erinnerte dabei daran, dass "die gesamte Aktion mittels eines Überwachungssystems aufgezeichnet" worden sei. Zudem stellte Hafenecker klar: "Wenn es hier Verbindungen zu Parteien oder NGOs geben sollte, müssen ganz klar ernsthafte Konsequenzen gezogen werden!"

Brandstiftung erinnere "an finsterste Zeiten unserer Geschichte"

Die Brandstiftung in St. Pölten erinnere "an finsterste Zeiten unserer Geschichte und es ist anzunehmen, dass das erst der Beginn einer Gewaltwelle sein wird", so der Generalsekretär. Es werde zum "Halali" auf die FPÖ und ihre Wähler geblasen und eine "Stimmung von Hass und Intoleranz geschaffen, welche wir nur aus den Geschichtsbüchern kennen". Hafenecker bekräftigte, dass die Freiheitliche Partei ihren Weg für Österreich und seine Bürger unbeirrt weitergehen werde.

Landespartei hat Videoaufnahmen veröffentlicht

Die FPÖ Niederösterreich hat Montagmittag die Videoaufnahmen des mutmaßlichen Brandangriffs in den Nachtstunden auf die Landesparteizentrale in St. Pölten auf Facebook veröffentlicht. "Dieser Anschlag ist auch ein Anschlag auf die Demokratie", hieß es im Text anbei.

"Vier Vermummte haben in der Nacht auf Montag versucht, die Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich mit Molotowcocktails niederzubrennen. Glücklicherweise kamen durch das beherzte Eingreifen einer Taxifahrerin weder Mitarbeiter noch Anrainer zu Schaden", schrieben die Freiheitlichen.

(APA/Red)

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