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Brände zu Weihnachten: Wenn Christbaum oder Adventkranz brennt

StR Ludwig und LTP Kopietz warnen vor Christbaum- und Adventkranzbränden
StR Ludwig und LTP Kopietz warnen vor Christbaum- und Adventkranzbränden ©Schaub-Walzer/PID
Mehrere tausend Mal im Jahr rückt die Wiener Feuerwehr zu Wohnungs- und Wohnhausbränden aus. Zu Weihnachten finden 100 Mal mehr Einsätze statt als sonst. Was zur Vermeidung von Christbaum- und Adventkranzbränden zu tun ist, bzw. wie man handeln sollte, wenn das Unglück passiert ist, lesen Sie hier.

Gerade während der “besinnlichen Jahreszeit” wird der Notruf 122 durchschnittlich etwa 100 Mal häufiger gewählt als in anderen Monaten. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und der Erste Präsident des Wiener Landtags Harry Kopietz, früher selbst aktiv bei der Wiener Berufsfeuerwehr tätig, warnen vor Christbaum- und Adventkranzbränden.

Gefährlicher als Brand: Rauchgas

Sie halten ausdrücklich fest, dass die meisten Todesfälle bei Bränden nicht unmittelbar auf die Flammen zurückzuführen seien, sondern vielmehr auf die gefährlichen Rauchgase.

“Ein Rauchgasmelder kann gerade, wenn man schläft, im Brandfall zum Lebensretter werden. Die Anschaffung von Rauchgasmeldern ist somit eine gute Investition in die eigene Sicherheit”, so Ludwig und Kopietz unisono. Rauchgasmelder sind ab einem Preis von rund 15 Euro im gut sortierten Fachhandel erhältlich.

Kontrollierte Brände zur Probe für den Ernstfall

Die MA 39 (Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle der Stadt Wien) verfügt an ihrem Standort in Simmering über eine Brandversuchshalle. Hier werden bei kontrollierten Bränden von Adventkränzen, echten Christbäumen und solchen aus Kunststoff verschiedene Löschmittel und Löschmethoden erprobt.. Bei den Versuchen stellte sich heraus, dass die im Handel erhältlichen Löschsprays, Handfeuerlöscher und Löschdecken allesamt sehr wirksam sind.

Entzündete Kerzen nicht vergessen

Landtagspräsident Kopietz empfiehlt aus Sicherheitsgründen elektrische Beleuchtung echten Kerzen vorzuziehen: “So besinnlich und ästhetisch diese traditionellen Anschaffungen auch sind, so sehr lauern die Gefahren, wenn man die Kerzen auf dem Adventkranz oder am Weihnachtsbaum entzündet und vergisst, die Flammen vor dem Weggehen aus der Wohnung oder vor dem zu Bett gehen zu löschen.

Immer wieder entstehen durch Unachtsamkeit Zimmerbrände, bei denen Menschen nicht nur in akute Erstickungsgefahr geraten können, sondern dabei sogar ums Leben kommen”, warnt der Wiener Landtagspräsident.

Sicherheitstipps gegen Christbaum- und Adventkranzbrände

  • Der Weihnachtsbaum sollte möglichst lange kühl, etwa auf dem Balkon, gelagert werden, um die Austrocknung möglichst gering zu halten. Trockene Bäume fangen leichter Feuer. Aus diesem Grund ist auch eine Lagerung neben der Heizung zu vermeiden.
  • Am sichersten ist die Verwendung elektrischer Christbaumbeleuchtung. Wenn man auf Wachskerzen nicht verzichten möchte, den hinteren, schlecht einsehbaren Teil des Christbaumes möglichst nicht mit Kerzen schmücken, bzw. diese nicht anzünden.
  • Den Baum nicht zu dicht an Vorhänge oder Wände stellen.
  • Den erleuchteten Baum keinesfalls unbeaufsichtigt lassen; Kinder sollten ebenso, während der Baum illuminiert ist, nicht allein im Zimmer bleiben.
  • Der Baum sollte in einen möglichst wasserbefüllten Ständer gestellt und so fixiert werden, dass er nicht umgeworfen werden kann.
  • Bei der Verwendung von Kerzenhaltern sollte darauf geachtet werden, dass diese aus einem nicht-brennbaren Material bestehen. Außerdem muss regelmäßig überprüft werden, ob die Gelenke der Kerzenhalter noch ausreichend fixiert sind. Es gibt im Fachhandel mittlerweile auch sogenannte “selbstlöschende Kerzen” zu kaufen.
  • Adventkränze sollten auf nichtbrennbaren Materialien stehen (z.B. Stein- oder feuerfeste Glasplatte).
  • Am besten ist es, Löschmittel, wie zum Beispiel einen Kübel Wasser, eine Löschdecke oder einen Feuerlöscher bereit halten.
  • Löschmittel sollten unbedingt entsprechend der Verbraucherhinweise verwendet werden.

Richtiges Verhalten im Brandfall

  • Ruhe bewahren
  • Notruf 122 wählen
  • Genaue Adresse angeben: Straße, Hausnummer, Stiege, Türnummer
  • Zufahrtsmöglichkeiten oder eventuelle Zufahrtseinschränkungen durchgeben
  • Notfall beschreiben (Personen- und Sachschäden)
  • Fragen der Beamtin bzw. des Beamten abwarten und beantworten
  • Erst auflegen, wenn die Beamtin bzw. der Beamte alle Daten bestätigt hat

Brandschutzbestimmungen einhalten

In vielen Wohnhausanlagen, Mehrfamilienhäusern, aber auch in Eigenheimen stehen oftmals auf Treppen, in Gängen, auf Dachböden, bei den Zugängen zu Kellerabteilen etc. diverse Gegenstände wie Blumentöpfe, Kinderwägen oder sogar Möbel. Diese Gegenstände stellen generell ein hohes Sicherheitsrisiko und eine große Gefahrenquelle dar.

“Einerseits können solche Gegenstände selbst zur Brandquelle werden und somit einen Brand verursachen. Andererseits verursachen gesetzwidrig abgestellte und gelagerte Dinge im Brand- und Einsatzfall oft weitreichende Behinderungen der Einsatzkräfte, versperren oder behindern die Fluchtwege und können so zu lebensgefährlichen Hindernissen für die Bewohnerinnen und Bewohner werden. Daher appelliere ich an alle Wienerinnen und Wiener, schon im eigenen Interesse die geltenden Brandschutzbestimmungen einzuhalten”, hält Wohnbaustadtrat Ludwig fest.

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