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Botschaft dementiert "absurde Behauptungen" im Fall Aliyev

Zwei Gutachten liegen bereits zum Tod Aliyevs vor.
Zwei Gutachten liegen bereits zum Tod Aliyevs vor. ©APA
Erich Gemeiner, einer der Rechtsanwälte des in Haft gestorbenen kasachischen Ex-Botschafters Rakhat Aliyev, spricht von einem "Mordauftrag" - die kasachische Botschaft weist diese "absurden Behauptungen" zurück.
Laut Anwalt Mordauftrag
Kein Hinweis auf Mord
Betäubungsmittel im Blut
Zelle 14 Stunden versperrt
Zweifel an Aliyevs Tod
Rätsel um Aliyevs Tagebuch

Gemeiner hatte am Montag in einer Stellungnahme von einem Auftrag zur “Neutralisierung” Aliyevs im Jahr 2014 durch den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew gesprochen. Gemeiner hatte sich dabei am Montag auf einen anonymen Informanten berufen, der auch von den österreichischen Behörden einvernommen worden sein soll. In der Aussendung der kasachischen Vertretung in Österreich zu dem “angeblichen Mordauftrag” hieß es: “Die Botschaft der Republik Kasachstan weist die völlig haltlosen und absurden Behauptungen von Mag. Gemeiner entschieden zurück und appelliert an die österreichischen Medien, sich nicht als Plattform für Verleumdungskampagnen instrumentalisieren zu lassen.”

Obduktion bestätigt Suizid Aliyevs

Gemeiner habe das Thema “ausgerechnet an dem Tag lanciert, als das Ergebnis der Untersuchungen unabhängiger Sachverständiger bekannt wurde, wonach Fremdverschulden beim Tod von Dr. Aliyev eindeutig ausgeschlossen wird“, so der Pressedienst der Botschaft. “Nach der Obduktion in der Schweiz bestätigen mittlerweile zwei Gutachten den Suizid ohne Fremdeinwirkung.”

Mittlerweile liegen zwei Gutachten vor

Am Montagabend war durchgesickert, dass auch eine zweite – in der Schweiz durchgeführte – Obduktion keinen Hinweis auf ein Fremdverschulden ergeben habe. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem jüngsten Obduktionsergebnis aus der Schweiz um eine “Vorabmitteilung”. Das ausformulierte gerichtsmedizinische Gutachten aus Sankt Gallen liege jedoch noch nicht vor, bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nina Bussek, am Dienstag gegenüber der APA.
Auch das erste Obduktionsergebnis in Wien hatte keine Hinweise auf Fremdverschulden ergeben. Die Anwälte Aliyevs zweifeln weiter an einem Selbstmord ihres verstorbenen Mandanten. (APA)

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