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Bosnien: Entschuldigung für Kriegsverbrechen

Der serbische Präsident Boris Tadic hat sich in der bosnischen Hauptstadt Sarajewo für die Kriegsverbrechen entschuldigt, die „im Namen des serbischen Volkes“ während des Bosnien-Krieges (1992-1995) verübt wurden.

Am ersten Tag seines dreitägigen Besuches in Bosnien-Herzegowina betonte Tadic nach einem Gespräch mit den Mitgliedern des bosnischen Staatspräsidiums allerdings, die Verbrechen seien nicht „vom serbischen Volk“ als Ganzes, sondern von einzelnen Personen verübt worden, zitierten Belgrader Medien den serbischen Präsidenten.

„Es ist unmöglich, ein einziges Volks zu beschuldigen, da dieselben Kriegsverbrechen auch am serbischen Volk verübt wurden“, fügte der Präsident hinzu. „Daher müssen wir uns wechselseitig entschuldigen. Wenn es so sein soll, so bin ich hier, um damit anzufangen.“

Der serbische Präsident setzte sich in Sarajewo erneut dafür ein, die gegenseitigen Klagen früherer jugoslawischer Teilrepubliken vor dem Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen (IGH) in Den Haag zurückzuziehen, damit die „nachkommenden Generationen ihr Leben auf den Fundamenten von Vertrauen und Verständnis und nicht von Konflikten“ aufbauen könnten. Sowohl Bosnien-Herzegowina als auch Kroatien haben Serbien vor dem IGH wegen Kriegsschäden verklagt. Bisher haben Sarajewo und Zagreb keine Bereitschaft gezeigt, diese Klagen zurückzuziehen.

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