Bosnien: 7.000 Tote bei Massaker in Srebrenica

In der ehemaligen Bosniaken-Enklave Srebrenica (Ostbosnien) haben bosnisch-serbische Truppen zwischen dem 10. und 19. Juli 1995 mehr als 7.000 Menschen ermordet.

Dies berichtet am Freitag die Tageszeitung „Nezavisne novine“. „Mehr als 7.000 Bosniaken sind ums Leben gekommen“, wurde das Mitglied der bosnisch-serbischen Srebrenica-Kommission, Smail Cekic, von der Zeitung zitiert. Die genaue Opferzahl gab er allerdings nicht an. Die Srebrenica-Kommission hatte sich seit Jahresbeginn im Auftrag der Regierung der bosnischen Republika Srpska mit den Geschehnissen in der Bosniaken-Enklave im Juli 1995 befasst.

Kommissionsleiter Djordje Stojakovic hatte gegenüber demselben Blatt am Donnerstag gesagt, dass die Kommission das bisher vollständigste Opferverzeichnis angefertigt habe. Die Datenbank bestand aus 150.000 Namen.

Die Srebrenica-Kommission wird heute ihren Bericht der bosnisch-serbischen Regierung übermitteln. Nach der Genehmigung durch die Regierung wird er auch den gesamtstaatlichen Behörden Bosnien-Herzegowinas zugestellt werden.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Bosnien: 7.000 Tote bei Massaker in Srebrenica
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.