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Bombendrohung: Wiener Hofburg evakuiert und abgesperrt

Die Wiener Hofburg musste evakuiert werden.
Die Wiener Hofburg musste evakuiert werden. ©APA/ARNO MELICHAREK
Am Mittwoch kam es zu einer Bombendrohung in Wien. Die Hofburg musste evakuiert und abgesperrt werden. Kurz nach 17 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.
Bombendrohung in Wien

Nach einer Bombendrohung ist am Mittwochnachmittag die Wiener Hofburg evakuiert worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Gelände großräumig abgesperrt. Am Nachmittag war ein Großeinsatz der Einsatzkräfte im Gang.

Laut Polizeiangaben wurde die Drohungs-Mail um 15.00 Uhr gesendet, woraufhin die Evakuierung begann und der Ballhausplatz weiträumig abgesperrt wurde. Dutzende Polizisten sicherten das Gelände. Neben Polizeikräften war WienerBerufsrettung und Feuerwehr an Ort und Stelle. Der Leopoldinische Trakt der Hofburg wurde Stock für Stock mit Sprengmittelspürhunden durchsucht, die Tiere wechselten sich dabei ab.

Bombendrohung kam per Mail an die Polizei

"Die Bombendrohung ist per Mail bei der Polizei eingegangen", sagte Polizeisprecher Markus Dittrich der APA. Kurz nach 15.00 Uhr wurde mit der Evakuierung und den weitläufigen Absperrungen begonnen. Es wurden auch Bombenspürhunde angefordert.

Im Mail hatte es geheißen, dass sich in der Hofburg Sprengstoff befindet. Abgeriegelt war auch der Bereich vor dem angrenzenden Bundeskanzleramt. Das dem Sitz des Bundespräsidenten gegenüber gelegene Bundeskanzleramt wurde nicht geräumt, aber ebenfalls großräumig abgeschirmt.

Bundespräsident in Sicherheit gebracht

Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist nach dem Eingehen der Bombendrohung gegen die Präsidentschaftskanzlei am Mittwochnachmittag in Sicherheit gebracht worden.

Der Bundespräsident habe sich an seinem Arbeitsplatz befunden, als er von der anonymen Drohung Kenntnis erlangte, erläuterte Dittrich am Ort des Geschehens vor Journalisten. Das Staatsoberhaupt habe "ganz ruhig" in Begleitung seiner Mitarbeiter die Hofburg verlassen. Spürhunde der Polizei und Sprengstoffexperten durchsuchten im Anschluss Stock für Stock den Leopoldinischen Trakt der Hofburg, der seit 1947 Amtssitz des Bundespräsidenten ist.

"Ein herzliches Danke schön an jene Polizisten und Polizistinnen der @LPDWien , die mit Bombenspürhunden heute die #Hofburg durchsucht haben - und dann Entwarnung geben konnten. Danke auch an all jene, die die Hofburg außen gesichert haben", teilte daraufhin Van der Bellen über Twitter mit. Die Drohung hatte sich nicht gegen ihn oder andere Personen gerichtet, sondern - offenbar eher vage - gegen die Hofburg. Im Mail hatte es geheißen, dass sich in der Hofburg Sprengstoff befindet - Geldforderungen oder Drohungen gegen eine Person enthielt die Mail jedoch nicht.

Entwarnung nach Bombendrohung gegen WienerHofburg

Nach rund zwei Stunden konnte Entwarnung gegeben. Es wurden kein verdächtigen Gegenstände gefunden. "Eine Gefahrenquelle ist ausgeschlossen", teilte Dittrich mit. Kurz vor 17.00 Uhr zogen die sachkundigen Organe mit den Spürhunden ab, die Absperrbänder wurden entfernt.

Hinweise auf den Absender der Drohung, die einen enormen Medienauflauf zur Folge hatte, lagen zunächst nicht vor. "Es wird mit Hochdruck ermittelt", meinte der Polizeisprecher.

Weitere Einsätze in Wien

Erst am Dienstag hatte es ebenfalls einen Polizeieinsatz vor der Präsidentschaftskanzlei gegeben. Ein 33-jähriger Mann war mit einer Machete bewaffnet dort aufgetaucht, er wollte laut eigenen Angaben mit Politikern sprechen. Bedroht hatte der Mann niemanden. Er wurde von der Wega überwältigt, die Staatsanwaltschaft stellte am Mittwoch einen U-Haft-Antrag, außerdem wurde ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Der Mann soll vor seiner Festnahme auch mehrfach im Büro des Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka (ÖVP) angerufen haben. In einem Facebook-Posting bezog er sich wenige Stunden vor dem Vorfall ebenfalls auf den Nationalratspräsidenten.

Vor 18 Jahren, am 15. März 2002, gab es ebenfalls eine Bombendrohung gegen die Wiener Hofburg. In diesem Fall war es ein am Eingang zur Präsidentschaftskanzlei "geparkter" Pkw, in dem sich der Sprengstoff hätte befinden können. Eine großräumige Sperren wurde errichtet und der Entschärfungsdienst alarmiert. Bombe fand sich keine. Der Autolenker, der zuvor eine "mediengerechte Explosion" angekündigt hatte, wurde in die ehemalige Nervenheilanstalt in Maria Gugging (NÖ) eingeliefert.

(APA/Red)

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