BND spähte auch US-Außenministerium aus

Auch die Deutschen haben fleißig gelauscht
Auch die Deutschen haben fleißig gelauscht
Unter den Spionagezielen des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) soll sich nach Informationen des rbb-Inforadios auch das US-Außenministerium befunden haben.

Konkret sei eine Zielperson im Lagezentrum des US-State-Department abgehört worden, berichtete der Sender am Donnerstag. Auch militärische Einrichtungen der Amerikaner in Afghanistan sollen abgehört worden sein.

Ende im Oktober 2013

Dass der BND jahrelang die Kommunikation befreundeter Staaten aus eigenem Antrieb ausgespäht haben soll, war schon zuvor bekannt geworden. Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestags (PKGr) hatten darüber nach Unterrichtung durch die Bundesregierung berichtet. Der BND hat diese Praxis nach eigenen Angaben im Oktober 2013 beendet.

Damals wurden nach rbb-Informationen 2800 sogenannte Selektoren des BND zur Erfassung von Telefongesprächen und E-Mails deaktiviert. Die aussortierten Selektoren zielten laut rbb-Inforadio auf etwa 700 Einzelpersonen, die in europäischen und US-Einrichtungen abgehört wurden. Darunter hätten sich beispielsweise Diplomaten in der französischen Botschaft in Niger oder auch in der US-Botschaft im Sudan befunden. (APA)

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