Blutiges Pfingstwochenende: 20 Verkehrstote

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Hoher Blutzoll auf Österreichs Straßen: Bis Pfingstmontag war mit 16 Toten schon ein neuer, trauriger Rekordwert erreicht. Im Laufe des Montag stieg die Zahl noch auf 20 an.

Die Anzahl der Toten im heurigen Pfingstverkehr ist am Montag auf 20 gestiegen. In den Abendstunden wurden weitere tödliche Unfälle aus Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark gemeldet.

Zuvor war in der Nacht auf Montag einem jungen Kärntner überhöhte Geschwindigkeit zum tödlichen Verhängnis geworden. Im vergangenen Jahr hatte es zu Pfingsten sechs, 2005 neun Tote gegeben.

Die Steiermark hält mit elf tödlich Verunglückten am verlängerten Wochenende den traurigen Rekord. Vier Tote gab es in Niederösterreich, drei Verkehrsteilnehmer starben in Kärnten, je einer in Tirol und in Oberösterreich.

Der jüngste Unfall wurde Montagabend aus Oberösterreich gemeldet:
Ein 19-Jähriger kam im Bezirk Grieskirchen von der Fahrbahn ab und stieß mit der Fahrerseite des Pkws gegen einen Brückenkopf. Der Lenker erlag den schweren Verletzungen.

Zuvor war im niederösterreichischen Bezirk Scheibbs ein Moped von einem Pkw erfasst worden, wobei der 17-jährige Lenker des Zweirads ums Leben kam.

Ebenfalls am Abend war in der Steiermark ein Lenker auf der Pyhrnautobahn gegen das Südportal des Selzthaltunnels geprallt. Der Lenker des Kleinbusses war auf der Stelle tot. Die A9 war wegen des Unfalls zwischen Rottenmann und Selzthal nur einspurig befahrbar.

Überhöhte Geschwindigkeit war in der Nacht auf Montag der Auslöser für den dritten tödlichen Unfall in Kärnten an diesem Wochenende. Zwei junge Männer gerieten auf der Heimfahrt von einem Disco-Besuch mit ihrem Pkw in Wölfnitz bei Klagenfurt auf der Turracher Bundesstraße ins Schleudern, worauf der Wagen gegen eine Baumgruppe stieß.

Ein 19-Jähriger, der vermutlich am Steuer gesessen war, erlag im Laufe des Montags im LKH Klagenfurt seinen schweren Verletzungen. Sein 20-jähriger Mitfahrer wurde mit schweren Verletzungen dorthin eingeliefert. Laut Polizei war der Pkw mit rund 145 km/h unterwegs gewesen, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit im Unfallbereich liegt bei 80 Stundenkilometern.

Bei den zahlreichen tödlichen Unfällen in der Steiermark gab es einige Parallelen. Fast all diese Unglücke passierten auf Grund überhöhter Geschwindigkeit, nur in zwei Fällen kam es zu einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Die Toten kamen alle aus der Steiermark, die meisten Unfälle passierten im Nahverkehr und in den Heimatgemeinden der Opfer.

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