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Blutiger Samstag mit 18 Toten

Zwei neue Terroranschläge in Israel mit mindestens 17 Toten und Dutzenden Verletzten haben die eben erst wieder aufgekeimte Hoffnung auf ein Ende des Blutvergießens wieder zunichte gemacht.

Bei den beiden Attentaten kamen bisher mindestens 13 Israelis und drei palästinensische Attentäter ums Leben. Bei einem israelischen Vergeltungsangriff wurde überdies mindestens ein hochrangiger Palästinenser getötet. Unmittelbar danach wurde eine Israelin erschossen.

Wie der israelische Rundfunk meldete, starben bei dem Selbstmordanschlag auf ein voll besetztes Cafe in unmittelbarer Nähe der Residenz von Ministerpräsident Ariel Sharon in Jerusalem mindestens elf Menschen; 54 weitere wurden schwer verletzt. Sharon hielt sich zum Zeitpunkt des Attentates nicht in seiner Residenz auf. Der Attentäter sei in das Cafe gekommen und habe die Bombe gezündet, sagte der Jerusalemer Polizeichef Mickey Levy. Er sprach von einem „sehr, sehr schweren Anschlag“. Das Cafe wurde schwer beschädigt. Der Selbstmordattentäter war ein 22 Jahre altes Mitglied der radikalen Hamas-Organisation aus dem Flüchtlingslager el Arub im Westjordanland.

In Netanya hatten zuvor mindestens drei Palästinenser das Feuer auf eine Partygesellschaft und Passanten eröffnet. Dabei kamen drei Israelis und zwei Attentäter ums Leben. 27 Personen, darunter ein sieben Monate altes Baby, wurden verletzt. Zu dem Anschlag bekannten sich die Al-Aksa-Brigaden, der militante Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Yasser Arafat.

Als unmittelbare Reaktion auf die beiden Selbstmordanschläge flog die israelische Armee in der Nacht auf Sonntag mehrere Vergeltungsangriffe. So attackierten Kampfhubschrauber palästinensische Ziele in der autonomen Stadt Ramallah, darunter auch ein Flüchtlingslager. Bei dem Angriff soll ein hochrangiger palästinensischer Sicherheitsoffizier getötet worden sein.

Nur kurze Zeit nach den israelischen Vergeltungsangriffen reagierten mutmaßliche militante Palästinenser mit der Ermordung einer Israelin. Sie wurde in ihrem Auto bei einem Feuerüberfall getötet. Der Anschlag habe sich in der Nähe von Modiin auf einer wenig befahrenen Straße ereignet, teilte der israelische Rundfunk mit.

Eine schwere Explosion in der israelischen Küstenstadt Ashdod im Norden des Gazastreifens erwies sich dagegen offenbar als falscher Alarm. Es habe sich nicht um einen palästinensischen Angriff gehandelt, teilte die Polizei der Nachrichtenagentur AFP mit.

Die Anschläge ereigneten sich nur wenige Tage vor dem geplanten Beginn einer neuen Vermittlungsmission des amerikanischen Nahost-Beauftragten Anthony Zinny. Unter amerikanischem Druck hatte Sharon am Freitag auch seine Bedingung fallen gelassen, erst nach einer einwöchigen Feuerpause über eine Waffenruhe zu verhandeln. Die Palästinenser gaben bekannt, sie hätten den fünften und letzten mutmaßlichen Mörder des israelischen Tourismusministers Rehavam Zeevi verhaftet.

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