Blutige Proteste gegen neue Verfassung in Ägypten

Polizei nahm Dutzende Demonstranten fest
Polizei nahm Dutzende Demonstranten fest
Bei Protesten gegen die neue ägyptische Verfassung sind am Freitag in Ägypten nach jüngsten Angaben mindestens fünf Islamisten getötet worden. In der Oasenstadt Fayum, 100 Kilometer südlich von Kairo, kamen bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften zwei Protestteilnehmer ums Leben, berichtete das Nachrichten-Portal "alahram". Drei weitere Menschen starben bei Krawallen in Kairo.


In Fayum nahm die Polizei nach eigenen Angaben 34 vermummte Demonstranten fest. Die Behörden setzten Tränengas und Gummigeschosse ein, die Protestteilnehmer warfen Brandsätze. Zu den Protesten hatte die Muslimbruderschaft aufgerufen.

Über die neue Verfassung, die das Militär privilegiert, hatten die Ägypter am Dienstag und Mittwoch in einem Referendum abgestimmt. Den vorläufigen Ergebnissen zufolge sprachen sich 98 Prozent der Teilnehmer für das neue Grundgesetz aus.

Allerdings nahmen weniger als 40 Prozent der Wahlberechtigten an dem Referendum teil, das von einem Boykottaufruf der Muslimbruderschaft überschattet war. Die Wahlkommission will an diesem Samstagabend das endgültige Ergebnis bekannt geben.

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