Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Blutgletscher - Trailer und Kritik zum Film

Ein Gletscher kann nicht bluten. Auch ein "Blutgletscher" nicht. Aber jener Gletscher in den österreichischen Alpen, dessen rasantes Abschmelzen ein Wissenschafter-Team von einem hoch gelegenen Forschungsposten aus unter die Lupe nimmt, sondert plötzlich rote Mikroorganismen ab, die sich höchst ungewöhnlich verhalten und die DNA jener, die mit ihnen in Berührung kommen, in atemberaubender Geschwindigkeit verändern. Alle Spielzeiten auf einen Blick

“Blutgletscher”, der neue Horrorfilm des jungen Österreichers Marvin Kren, feiert zum Auftakt des “/slash”-Festivals am Donnerstag (19.9.) – nach erfolgreicher Uraufführung in der “Midnight Madness”-Leiste von Toronto – seine Österreich-Premiere im Gartenbaukino. Am 27. September kommt der Film regulär in die Kinos.

Blutgletscher: Die Geschichte

Obwohl der Film (Drehbuch: Marvin Kren und Benjamin Hessler) auf dem aktuellen Thema der Klimakatastrophe aufsetzt, ist “Blutgletscher” weniger ein Ökoschocker als vor allem lupenreines Genrekino. Die Begründung für das monströse Aus-dem-Ruder-Laufen der Natur jenseits der Baumgrenze wird nur en passant gegeben – wohl im vollen Bewusstsein dafür, dass es sonst ordentlich knirschen würde im Gebälk des “wissenschaftlichen” Überbaus.

Doch Kren geht es nicht um Plausibilität. Er arbeitet von Anfang an ungeniert und ungehemmt mit Stilmitteln wie bedrohlicher Musik, roter Einfärbung von Filmbildern, kurzen Schwenks über gefährliche Kreaturen und die Zuspitzung des Geschehens zu klassischen Momenten der ultimativen Bedrohung: Der Raum wird eng, das Böse steht vor der Tür, und Rettung ist nicht in Sicht. Dass da bald Nerven wie Stimmbänder reichlich gespannt sind, ist nur natürlich. Dass der Film nicht schon bald unfreiwillig komisch wird, liegt nicht nur daran, dass er gut gemacht ist, sondern auch daran, dass er freiwillig komisch wird.

Blutgletscher: Die Kritik

Marvin Kren hat ein gutes Gespür dafür, wann er die Horror-Show durch Hinzufügung von etwas Humor auflockern kann. Eine tragende Rolle dabei übernimmt die Mutter des Regisseurs, die Schauspielerin Brigitte Kren, die schon in “Rammbock”, dem erfolgreichen Zombie-Film ihres Sohnes, Teil des Casts war. Als Umweltministerin mit dem sprechenden Namen “Frau Bodicek” kommt sie in Begleitung von Pressesprecherin (Adina Vetter), Fach-Referentin (Edita Malovcic) und Leibwächter (Murathan Muslu) für einen möglichst fototrächtigen PR-Termin zu Besuch auf die Forschungsstation, wo der Eigenbrötler Janek (Gerhard Liebmann) mit seinem Team soeben eine furchtbare Entdeckung gemacht hat.

Unter dem Eindruck schreckenserregender Mutationen, die aus harmlosen Tieren gefährliche Monster und aus Menschen Wirtstiere neuer Schrecken machen, ändert sich nicht nur die Situation, sondern auch die Person: Die Ministerin, die zunächst als oberflächliche und kurzatmige Politikerin vorgeführt wird, zeigt in Momenten höchster Gefahr ihre Qualitäten im Krisenmanagement. Jene Szenen, in denen sie zur Bohrmaschine greift, um einem angreifenden Monster-Steinbock schreiend den Garaus zu machen, oder zu Messer und Feuerzange, um eine junge Frau zu operieren und ihr das Böse buchstäblich auszubrennen, zählen zu den Höhepunkten des Films.

In Toronto wurde Marvin Krens alpenländischer Monsterfilm in eine ehrenvolle Ahnenreihe gestellt. Mit Ridley Scotts “Alien” (1979) und John Carpenters “The Thing” (1982, deutscher Verleihtitel: “Das Ding aus einer anderen Welt”) verglichen zu werden, ist wahrlich nicht das Schlechteste, das einem österreichischen Film passieren kann. Jetzt bräuchte er nur noch annähernd so viele Zuschauer wie die US-Vorbilder…

(APA)

  • VIENNA.AT
  • Kino-News und Kinotrailer
  • Blutgletscher - Trailer und Kritik zum Film
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen