Blutender Mann mit Waffe in U-Bahn

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Ein blutverschmierter Drogensüchtiger ist am Mittwoch in der Wiener U-Bahnstation Hietzing in Polizeigewahrsam genommen worden.

Ein 35-jähriger Wiener hat Mittwochvormittag Fahrgästen der Linie U4 einen Schrecken eingejagt. Der verletzte Drogensüchtige hatte blutverschmierte Kleidung an und eine Waffe in der Hand. Augenzeugen alarmierten per Handy die Polizei. An die 20 Beamte, darunter Angehörige der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA), nahmen den Mann in der Station Hietzing in Gewahrsam.

Der wegen Drogen- und anderen Delikten amtsbekannte 35-Jährige habe zuvor daheim versucht, sich die Pulsadern zu öffnen, sagte der Meidlinger Stadtpolizeikommandant Oberst Robert Speta auf APA-Anfrage. Blutend und offensichtlich verwirrt, verließ er darauf seine Wohnung und stieg in die U4. Als der Mann auch noch mit einem silberfarbenen Revolver – einer Attrappe, wie sich später herausstellte – herumfuchtelte, riefen andere Fahrgäste die Polizei.

Die Beamten stiegen laut Speta in Ober-St.-Veit in den aus der Richtung Hütteldorf fahrenden Zug zu. „In der Station Hietzing ist es gelungen, den Mann aus dem Waggon zu holen“, schilderte der Meidlinger Kommandant. Der 35-Jährige habe sich aber „der Festnahme widersetzt und die Waffe auf einen Beamten angehalten“. Mit der daraufhin angeforderten Verstärkung waren schlussendlich acht Meidlinger Polizisten und zehn bis zwölf WEGA-Beamte im Einsatz.

Nach der Abgabe eines Warnschusses wurde der Drogensüchtige festgenommen. Er wird wegen seiner selbst zugefügten Verletzungen in einem Spital behandelt. Warum der Mann ausgerastet ist, war zunächst unklar. „Es werden wohl eine Psychose und Widerstand gegen die Staatsgewalt übrig bleiben“, sagte Speta.

Die U4 war rund 40 Minuten gesperrt, zunächst komplett, später wurde die Linie eingleisig geführt, sagte Johann Ehrengruber, Sprecher der Wiener Linien, der APA. Ab 11.05 Uhr fuhren die Züge wieder in beiden Richtungen.

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