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"Blue Bird 2011" im Porgy & Bess: Gelungener Auftakt

Rae Spoon ist einer der Top-Acts, die beim Blue Bird Festival im Porgy&Bess spielen werden
Rae Spoon ist einer der Top-Acts, die beim Blue Bird Festival im Porgy&Bess spielen werden ©Vienna Songwriting Association /APA (JJ Levine/PR)
Zum siebenten Mal ging gestern, Donnerstagabend, das dreitägige "Blue Bird"-Festival im Wiener Porgy & Bess an den Start. Als einziger österreichischer Act war Mika Vember zu sehen, die auch das Festival eröffnete.

Entgegen den Erwartungen, die ihr aktuelles Album “Our Lady Of The Loops” wecken könnte, ging es bei ihrem Auftritt keineswegs elektronisch zu. Mit einer dreiköpfigen Band als Unterstützung hatte ihr unterhaltsam präsentierter Folk-Pop stattdessen einen Hauch von Chanson inkludiert. Die Überraschung des Abends kam mit Budam aber von den Färöer Inseln. Der auch schon als “Heavy Songwriter” bezeichnete Musiker war fesselnd und verstörend zugleich. 

Begeistertes Publikum im Porgy & Bess

Das Porgy & Bess, sonst nicht gerade der Ort für Musik dieser Art, bot gestern dabei wie gewohnt ideale akustische Voraussetzungen und zog erneut ein sehr begeisterungsfähiges Publikum an, dem mit den weiteren Musikern Pascal Pinon aus Island, den Briten Erland & The Carnival und dem US-österreichischen Musikprojekt L/O/N/G wieder ein abwechslungsreiches Songwriting-Menü geboten wurde.

“Wir sind gern gesehene Aliens inzwischen”, so Veranstalter Klaus Totzler gegenüber der APA, der sein Festivalkonzept mit “Wo der Underground am Mainstream kratzt” definierte.Das tat Mika Vember beispielsweise mit einem Depeche-Mode-Cover im Polka-Takt von “People Are People”. Sie erwies sich als stilistisch erfreulich variantenreicher Start-Act samt beeindruckender Stimme. Neben dem eigenen Material wagte man sich noch über Radioheads “Creep”. Den Song in eine Live-Version zu übersetzen ist Vembers Konzept, wie sie nach ihrem Auftritt verriet, um so “die Einschränkungen der Studioaufnahmen zu überwinden”. Gelungen ist es und verdienter Applaus folgte.

Pascal Pinon beim Blue Bird

Danach kam eine leichte “Virgin Suicides”- Stimmung auf, als das isländische Teenager-Quartett Pascal Pinon seine Chance bekam und auch nutzte. Lieblich morbide, aber kurze Songs etwa von Leuten, die ihre Freunde ungewollt ins Jenseits schicken, gab es da zu hören. Mehrstimmiger Gesang war dabei die Form der Präsentation der von den zwei Zwillingen Jofriaur und Asthildur angeführten Band. Auch ein Liebeslied in schwedischer Sprache an den spanischen Fußballer Fernando Torres war Teil des schräg-charmanten Programms.

Kein Freund glücklicher Gedanken war hingegen dann Budam, doch dafür von einer so fesselnden, wie distanzierten Präsenz. Als erster reiner Solo-Act des Abends hatte der Mann von den Färöer Inseln unter anderem ein nahes Ende und ein paranoides “They Are Coming for Us Now” in seinen fast biblisch-apokalyptischen Songs als Botschaften zu verkünden. Alles in allem ein für manchen Gast wohl etwas verstörender Mittelteil, der aber eine unglaubliche Intensität mit sich brachte.

Auch Erland & The Carnival traten auf

Nicht gerade eine Offenbarung kam dann aus Großbritannien in Form Erland & The Carnival auf die Bühne, die irgendwie verloren zwischen den vielen Stilen von Brit-Pop bis Doors und Santana taumelten. Dabei waren sie in ihrer “Sieh, wie ich leide”-Rockschiene ziemlich frei von Innovation. Für einen eher ruhigen Ausklang sorgten dann Rupert Huber und Chris Eckman mit einer der wenigen Live-Präsentationen ihres gemeinsamen Musikprojekts L/O/N/G.

Eckman, sonst Frontmann der Walkabouts, ließ ab Mitternacht viel Gitarren-Feedback zu den elektronischen Texturen des Österreichers Huber erklingen. Am Feitag  geht das “Blue Bird” unter anderem mit Rykarda Parasol und Dear Reader weiter. Einige Karten gibt es noch, der Abschlusstag am Samstag ist hingegen bereits ausverkauft. Da wartet unter anderem Top-Act Rae Spoon darauf, sein neues Album beim Blue Bird zu präsentieren.

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